Review

Der nervigste Rotfilter aller Zeiten


Die einzige Überlebende einer scheinbar schiefgelaufenen Marsmission erzählt von ihren traumatischen Erlebnissen auf dem roten Planeten - mitsamt Riesenspinnenratten (!?) und einem roten Filter über dem Bild, der zähen Erzählung bzw. einer einmaligen Aufnahmetechnik, die zum Glück im Wust der Filmhistorie begraben worden ist...

„The Angry Red Planet“ habe ich im Doppel mit dem ungleich besseren „The Green Slime“ genießen dürfen. Und das auch noch auf großer Leinwand in feinster Qualität. Besser geht’s nicht! Selbst wenn diese Marsmission neben seinem von mir zugeteilten Partnerfilm arg staubig und suboptimal wirkt, hat auch dieses frühe Sci-Fi-Schmorgasmoboard seine netten Zutaten. Die an „Jason & die Argonauten“ erinnernden Monster auf dem roten Planeten etwa. Das nonchalante Hin-und-Her zwischen unserer Protagonistin und dem Machokapitän, das in dieser Art heutzutage kaum noch denkbar wäre. Oder etwa das mahnende und (verständlicherweise) kein allzu gutes Fazit über unsere Spezies ziehende Schlusswort der hochentwickelten Marsianer. Alles brauchbar. Der Rotfilter auf dem gut bepflanzten (!) Planeten, die massive Anlaufzeit und das Nichtzeigen der Marsmenschen sind dagegen kaum wegzuredende Minuspunkte. Alles in allem gibt’s auch/gerade aus den ausschwingenden 50ern an vielen Ecken bessere Alternativen zu diesem roten Potpourri und halbgaren Abenteuer. 

Fazit: kein „Forbidden Planet“, eher Taratula auf dem Mars... „The Angry Red Planet“ macht nicht wütend, ist aber schon ziemlich öde und meist mies gealtert. Schön ist anders. Um nicht zu sagen hässlich. Wer eine Schwäche für Sci-Fi aus den 50ern hat darf aber gerne mal reinschauen - Sonnenbrille jedoch besser nicht vergessen! 

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