Review

Atmosphärisch dichte und fesselnd inszenierte Familien-Chronik, die durch ihre exzellenten Darsteller und eine schlichte aber hochklassige Optik überzeugt. Zwar kann sich letztere des geringeren Budgets wegen nicht mit einem "Schindlers Liste" oder "Pianisten" messen aber in Sachen Detaillreichtum und Autenzität spielt "Holocaust" dennoch ganz oben mit. Dies ist auch ein Verdienst der gelungenen Charakterkonstellation. Bekannte historische Persönlichkeiten wie Reinhard Heydrich, Adolf Eichmann und Hans Frank wurden geschickt durch fiktive Charaktere erzänzt, was dem Film im Zusammenspiel mit historischen Foto-Einspielungen an passenden Stellen einen unglaublich hohen Grad von Realismus verleiht.

Sicherlich zieht sich die 4-teilige Miniserie hin und wieder ein wenig und das Hin- und Hergespringe zwischen den verschiedenen Handlungsfäden reisst ab und an ein wenig aus dem Filmfluss - Ein beeindruckendes Filmerlebnis ist Marvin J. Chomskys "Holocaust" aus dem Jahre 1978 allemal. Ein großes Lob geht an die Schauspielergarde, die mit Ian Holm, David Warner, Meryl Streep und James Woods zudem prominent und vor allem perfekt besetzt ist. Einer ragt jedoch besonders hoch empor: Michael Moriarty als Sturmbannführer Erik Dorf - eine Meisterleistung!

Schonungslos, unverblühmt und schlicht - Geschichte hautnah präsentiert!

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