Manche wirklich schlechten Filme bekommen sehr viel Aufmerksamkeit, erringen Kultstatus, und andere wirklich gute Streifen gehen total unter und kein Schwein kennt sie.
Blood in Blood out ist so ein Film. das erste Mal habe ich ihn auf ARD gesehen, wo wer nachts um 0 Uhr lief. Und ich war geplättet, denn diese Latino Gang Oper gehört meiner Meinung nach mit Colors und Menace II Society zu den besten Filmen mit diesem Thema.
Der Film erzählt auf kunstvolle Art und Weise das Leben von drei jungen Latinos, die alle trotz sehr unterschiedlichen Charakteren in einer Gang zusammenhalten und führt dem Zuschauer den Werdegang der jungen Menschen vor Augen. So wird aus den Kleinkriminellen ein Polizist, ein drogenabhängiger Maler und ein Mörder und Drogenhändler.
Dies geschieht in ruhigen Bildern und einem wunderschönem Erzählstil. Die Entwicklung der Charaktere und das immer wieder erneute Zusammentreffen und die Interaktion werden mit all der Zeit und epischen Breite, die es dazu braucht, dargestellt. Aber es wird in den 180 Minuten Spieldauer nie langweilig. Immer wieder werden extrem brutale Szenen gezeigt aus dem Gangalltag, zb wie einem der Jungen das Rückgrat gebrochen wird oder bei einigen Knastszenen. Diese Zurschaustellung exzessiver Gewalt ist jedoch nie plakativ oder reißerisch, sonder dient einfach zur Deutlichmachung der Entwicklung, der Lebensumstände.
Die Musik und die Kameraeinstellungen sind passend, die Schauspieler, allesamt unbekannt, überzeugend.
Dieser Film hat alles, was man für einen tollen Filmabend braucht. Unbedingt ansehen!