Review

Wennemann Ära

Klaus Wennemann ist der raubeinige Ruhrpott-Fahnder Faber – ein risikofreudiger Einzelgänger ohne Uniform oder Karrierepläne, der lieber auf sein Gewissen hört als auf die Anweisungen seines strengen Dienstherren Norbert Rick. Gemeinsam mit seinem Partner Max Kühn und Freundin Susanne sorgt der engagierte Fahnder mit Herz, Charme und Schnauze für Ordnung im Revier.

Der Fahnder war in der gut sortierten Liste der Vorabends-Krimiserien immer ein wenig ein Stiefkind. Die Action war geringer als beim Fall für zwei, der Held nicht so charismatisch wie Stefan Derrick oder Schimanski und auch die Sidekicks, wie die oft pedantische Nervensäge Max Kühn oder der dicke Otto, waren keine Höhepunkte filmischer Charakterzeichnungen.
Zwar gibt man Faber durchaus auch seine Ecken und Kanten, sein Mundwerk ist oft lose (aber der Atem frisch, dank Dauerdropseinsatz) und amüsant und auch Dienstvorschriften sind Sachen die anderen Polizisten passieren, aber als Action Cop geht man deswegen immer noch nicht durch. Auch nicht verstanden habe ich die Rätselraterei in welcher Stadt denn nun eigentlich das Revier liegen soll, gedreht wurde zwar in München, aber eigentlich sollte es ja irgendwo im Pott spielen. Dasselbe mit Fabers Vornamen, ist ja wie bei Columbo hier.
Die Episoden waren aber trotzdem immer recht unterhaltsam. Klassische Polizeiarbeit in allen Variationen wurde geboten, aber wirklich herausragend war kaum etwas an der Serie. Irgendwann ging es dann auch los, das beinahe das komplette Personal ausgewechselt wurde, was eher selten eine Quotensteigerung zur Folge hat. Man hat es halt geschaut, damals als man die Fernsehsender noch an einer Hand abzählen konnte.
5/10

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