Review

Der Ritter der fucking Straße

Ein weiterer Film, der öfters mal das Prädikat "Letzter Cannon-Film" spendiert bekommt - der geil betitelte "Street Knight", mit dem one and only Jeff Speakman, der hier als lässiger, traumatisierter, ehemaliger Cop einem jungen Gangmitglied als Zeuge nach einem Straßenmassaker helfen muss und dabei alte Rechnungen mit einem weitaus gefährlicheren Feind zu begleichen erkennt...

Ganggewalt und Grabenkämpfe

"Street Knight" ist so ein cooles Filmchen, ich kann's nicht anders sagen. Natürlich nur wenn man ungefähr weiß, was einen erwartet. Man darf weder einen "Lethal Weapon" noch einen "Blood In Blood Out" erwarten. Das hier spielt dritte bis vierte Liga, immer sonntags und mit 'nem Bierchen. Manchmal auch sieben. Aber genau deswegen geht das so toll auf die Knochen und macht einfach Bock. Und das könnt ihr doppelt unterstreichen. Kenpokarachokettenreaktion. Vokuhilas, Synthies die mehr nach Toys'r'Us klingen als nach Tonstudio, Pumpen in Muckibuden, gnadenlos fiese Bösewichte. Speakman noch in Topform. Das kann ich nicht haten, selbst wenn ich wollte, selbst wenn mir jemand eine Knarre an die Schläfe haten würde. Das stand immer im Schatten von Van Damme, Seagal und Co. - und das wird es auch wahrscheinlich immer. Doch eben genau das macht alles noch sympathischer und liebenswürdiger. Als Klischees noch rocken konnten, als dritte Reihe zwischendurch noch erste Geige spielen durfte, als solch ein durchschaubares Videothekengestrüpp daheim noch liebend gerne zur filmischen Ursuppe beitragen durfte... Simplere Zeiten indeed...

Wie im DFB-Pokal...

Fazit: Ganz eindeutig einer der besseren Speakman-Actioner und ein waschechtes 90s-Videotheken-Schätzchen. Natürlich nie erste Liga - aber verdammt launig!

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