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Tja, wieder einmal drängt sich dem geneigten Betrachter medialer Unterhaltung die Frage nach dem Geisteszustand einiger Produzenten von Amifilmen auf, ruft man sich folgenden Gedankengang vor Augen: Gut, machen wir also nicht nur eine, sondern gleich zwei Fortsetzungen eines recht gelungenden Actionfilms namens "Walking Tall". Wer hatte damals die Hauptrolle? Ach ja, dieser smarte Muskelberg Dwayne "The Rock" Johnson, der sogar noch zurecht von sich behaupten kann, gewisse schauspielerische Qualitäten zu haben (und der es blendend verstand, ein überdimensionales Migränestäbchen zu schwingen und blonde Tussies zu pimpern). Tja, der wird wohl kaum Bock haben die gleiche Story minimal abgeändert völlig unnötigerweise nochmal zu verfilmen. Also, wen nehmen wir denn dann? Einen unbekannten Kickbox- oder Karatechampion, der vielleicht  null schauspielern aber dafür sehr gut Visagen glätten kann? Nee, da nehmen wir lieber jemanden mit Promibonus. Ich meine, mit "Promibonus". Natürlich, nehmen wir Kevin Sorbo!
Na ja, habe mir jetzt also (mit einigen Umdrehungen im Blut) diese "Actiongranate" (an dieser Stelle unterdrücke ich ein Lachen) angesehen. Ich erinnere mich leider an nicht sehr viel, was sicherlich unter anderem daran liegt, dass  (an dieser Stelle zitiere ich mal den Werbetext)  "in der actiongeladenen Fortsetzung von Walking Tall" schlicht und ergreifend ein Scheißdreck passiert. Daher mach ichs mal kurz: Kevin Sorbos Prügel ist im Vergleich zu dem Baumstamm, den The Rock damals mit sich rumschkleppte kaum mehr als ein abgebrochener Besenstiehl, der Fiesling ist irgendein abgerissener Hillbillypenner mit Vollbart, der ungefähr so gefährlich und taff rüberkommt wie ein Himbeereisbecher, und die Kämpfe sind noch weitaus langweiliger als Sorbos Faustrumgefuchtel zu seinen "glorreichen" Herklues Zeiten. Warum ist eigentlich eine ganze Kleinstadt nicht in der Lage eine "Kriminelle Organistaion" deren Mitglieder man an zwei Händen abzählen kann, einfach mal ordentlich in den Arsch zu treten, anstatt sich von den abgerissenen Pennern erpressen zu lassen. Aber genug gewettert, ein paar Gnadenpunkte gibt es für immerhin ein, zwei ganz nett inszenierte Stellen und dafür,  dass die Musik tatsächlich von den Gebrüdern  Wurst kommt (kein Scheiß, seht euch ihre Namen im Vorspann an). Für Kevin Sorbo Fans, sollte es denn tatsächlich Leute geben, die so abgewrackt sind, vielleicht irgendwo interessant. Für mich jedenfalls nicht.

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