Nick kehrt in seine Heimatstadt zurück, nachdem sein Vater, der Sheriff, unter mysteriösen Umständen bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Schnell findet er heraus, dass die liebenswerte Stadt, in der er aufwuchs, inzwischen von einer brutalen Bande skrupelloser Verbrecher beherrscht wird, die mit Einschüchterung und Erpressung die Bewohner dazu bringen, ihnen Geschäfte zu verkaufen. Mit Hilfe eines FBI-Agenten und ein paar alten Freunden gelingt es Nick, selbst Sheriff zu werden. Er gelobt, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Gang und ihren rücksichtslosen Anführer zu vernichten und seine Stadt zurückzuerobern.
Das wesentlich was sich gegenüber dem Vorgänger verändert ist der Tausch von The Rock hin zu Kevin Sorbo. Die Story wurde nur minimal variiert und hat mich eigentlich von der Ausgangssituation irgendwie permanent ans selige A-Team erinnert, ein Haufen Kleinstadtrowdys die eine wehrlose Stadt terrorisiert, da muß doch eigentlich jeden MOment Hnnibal Smith um die Ecke biegen. Gut, hier muß es der Sohn des Sheriffs hinbiegen, der von den Bad Guys gemeuchelt wurde, da er doch tatsichlich die Dreistigkeit besaß, sich gegen deren Pläne zu stellen. Logisch nun das Sheriff Junior das nicht auf sich sitzen lassen kann und zum Gegenschlag ausholt. Jetzt wirds persönlich und auf beiden Seiten treten erste Verluste auf. Die Geschichte bleibt von der ersten bis zur letzten Minute dabei stets vorhersehbar, große Neuerungen oder Ideen sind mir jedenfalls keine aufgefallen.
Immerhin ist das Tempo ganz in Ordnung, die Action konzentriert sich auf eine urige Kneipenschlägerei und den Showdown, aber auch die Zeit zwischendrin ist einigermaßen anschaubar, wofür hauptsächlich auch die darsteller zuständig sind. Sorbo ist ja sowieso ein ziemlicher Charmebolzen, aber auch die Bösen machen ihre Sache gut und sind eigentlich auch das schauspielerische Highlight des Ensembles. Nett eingefangen wurde auch der typische Texas/Südstaatenflair durch Countrymusik und gelegentliche Westernelemente, wie dem High Noon Duell und Pferdeeinsatz. Einen Ehrenpunkt gibts für den Verzicht auf die eigentlich vorgeschriebene Love Story mit der FBI Agentin, aber das wird schätze ich mal im dritten Teil nachgeholt (kenne ihn noch nicht).
Walking Tall - the Payback ist eigentlich recht einfallslose aber doch genießbare Unterhaltung. Rachestories sind eben nicht neu und können sich auch nicht ständig selbst neu erfinden. Ein bißchen G´schmäckle hat aber das doch offene Ende, denn die Hintermänner der ganzen Aktion werden überhaupt nicht angerührt, aber auch hier wird das ganze wohl im Back to Back gedrehten Nachfolger abgearbeitet. Mehr als Durchschnitt bleibt da für The Payback nicht übrig.
5/10