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Herschell Gordon Lewis gilt als Urvater des Splatterkinos und auch heute noch erfreuen sich seine Filme reger Beliebtheit. Nicht nur die Klassiker an sich, sondern auch deren Remakes und Sequels. Wusste das geniale Remake „2001 Maniacs“ uneingeschränkt zu gefallen, entpuppte sich das von Lewis selbst inszenierte Sequel „Blood Feast 2“ als stupider Splatterfilm. „Wizard of Gore“, welcher auf dem gleichnamigen Film von 1970 basiert, pendelt sich irgendwo dazwischen ein und ist nur ein eher mittelmäßiger Film geworden.

Story: Der Zauberer Montag the Magnificent lädt jeden Abend zu seiner Show in einem abgewrackten Gebäude ein. Mit Frauen aus dem Publikum, welche hypnotisiert und entkleidet werden, führt er seine blutigen Tricks den geschockten Zuschauern vor. An den darauf folgenden Tag findet man die jungen Frauen tot wieder, mit den Verletzungen die aus der Illusion während der Show davongetragen haben. Der junge Reporter Edmund Bigelow nimmt sich der Sache an und gerät immer mehr in die Fänge und Illusionen von Montag.

Wie schon in der Einleitung geschrieben präsentiert sich das Remake „Wizard of Gore“ eher als mittelmäßiger Horrorfilm. In einer absolut spannungslosen Inszenierung dümpelt der Streifen vor ohne großartige Höhepunkte sich hin bevor es dann in einem unspektakulären Finale mündet. Die Highlights des Filmes sind dann auch nur die Auftritte von Montag, in denen die Frauen recht blutig zum Schein getötet werden.

Dabei sind die Splatterszenen auch nicht sonderlich aufregend und sollten keinen Gorehound hinterm Ofen hervorlocken. Auch die FSK sollte keine größeren Probleme mit dem Streifen haben, dafür sind sie eben zu 08/15 und „zu soft“ und beschränken sich eben auf die 4,5 Auftritte vom „Wizard of Gore“. Fans der nackten Unterhaltung kommen da eher zu Zug, werden die Mädels doch von den Suicide Girls dargestellt und Kenner wissen, dass diese kein Problem mit Nacktheit haben. So gibt’s viele Titten zu sehen und Flux Suicide darf sich sogar komplett nackig machen.

Angezogen bleibt dagegen mal wieder Bijou Phillips, welche sich als einzige „Assistentin“ des Magiers nicht ausziehen musste. Dafür sollte es kein kleines „Buh“ geben. Crispin Clover hat viel Freude an seiner Rolle als Montag und dreht glücklicherweise nicht allzu stark auf. Kip Pardue ist nicht der Rede wert und in Nebenrollen kann man Jeffrey Combs und Brad Dourif bewundern.

„The Wizard of Gore“ ist ein schmuddeliges Exploitation Flickwerk, mit viel nackter Haut, durchschnittlichen Splatterszenen, sexy Bijou Phillips und ohne wirkliche Spannung und Atmosphäre gedreht. Interessant ist aber das Setting, welches ein bisschen den Film Noir Stil in die heutige Zeit katapultiert und auch die teils surrealen Bilder haben einen gewissen Reiz. Wer also keine großen Erwartungen hegt, könnte durchaus seinen Spaß an dem Film haben.

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