Kurz nach dem der 12jährige Romulus Augustus zum Kaiser gekrönt wurde fallen die Goten in Rom ein, entführen den Jungen Kaiser und ermorden seine Eltern. Zusammen mit seinen besten Männern, Romulus Lehrmeister Ambrosinus und einer geheimnisvollen Kriegerin namens Mira, macht sich der Feldherr Aurelius auf den Weg, den jungen Kaiser aus den Fängen der Goten zu befreien und den Untergang des römischen Reichs zu verhindern. Romulus, der auf die Insel Capri gebracht wurde, findet unterdessen das Schwert Excalibur, welches ursprünglich für seinen Vorfahren Julius Cäsar geschmiedet wurde, und nach den Worten von Ambrosinus nun für ihn bestimmt sei.
Das ganze hört sich jetzt nicht besonders spannend an, ist es allerdings auch nicht. Der gesamte Film plätschert irgendwie so vor sich hin und keiner der Darsteller scheint wirklich Lust an den Dreharbeiten gehabt zu haben. Die schauspielerischen Leistungen liegen höchstens im Durchschnitt und alles wirkt irgendwie unspektakulär. Man bekommt gar keinen Eindruck vom einst so mächtigen Rom. Eher sieht es aus als bestände Rom aus einer Festung mit 100 Soldaten und einem Kaiser, der sie befehligt. Auch die Goten scheinen nicht viel mehr Soldaten zu haben. Es entsteht der Eindruck, als wäre der Film eine TV Produktion, für die eben das Budget fehlt. Zudem ist „Die letzte Legion“ einfach mehr eine Art Abenteuerfilm als ein Kriegsepos. Die Tatsache als solches muss ja nicht unbedingt negativ sein, doch kommt, vielleicht auch aufgrund der geringen Laufzeit, keinerlei Atmosphäre auf. Wenn Aurelius mit seinen Gehilfen loszieht, wirkt das eher so, wie eine Art Möchtegern Herr der Ringe. Hinzukommt das die gezeigten Schlachten total unspektakulär, unblutig und einfach viel zu kurz geraten und nur in sehr geringem Maße vorhanden sind.
Fazit: Der Film ist zwar im Kino in der Versenkung verschwunden und hat auch sonst nicht gerade viel Aufsehen erregt, trotzdem hatte ich doch etwas mehr erwartet. Ich vergebe die 6 Punkte nur weil ich mich trotz alledem nicht gelangweilt und generell eine Vorliebe für dieses Genre habe. Wenn ich ihn allerdings mit anderen Vertretern vergleichen müsste, würde ich ihm die Tiefstnote geben! (6/10)