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The Hitcher beginnt eigentlich mit einer Selbstdarstellung, nämlich mit einem schlecht animierten Hasen der auf eine Straße hoppelt und überfahren wird. Im Grunde spiegelt sich der gesammte Film in dieser einen Szene. Eine schlecht gemachte Kopie die gnadenlos scheitert.

Zur Story: Das junge Paar Jim (Halsey) und Grace nehmen an einer Tankstelle den etwas strangen Anhalter John Ryder mit. Wärend der Fahrt entpuppt sich der Fremde als ein gewaltätiger Psychopath und nur mit Glück und der Hilfe von Isaac Newton gelingt es den Jugendlichen, ihn aus dem Auto zu stoßen. Doch damit beginnt der Terror erst, der Anhalter (engl.Hitchhiker = Hitcher) killt jeden, den er trifft und legt die Spuren so, dass es aussieht als ob das junge Paar die Morde begangen hat.

Das Original von The Hitcher, aus dem Jahr 1986, ist ein spitzen Film mit einer tollen Atmosphäre und einem genialen Rutger Hauer. Braucht dieser Film ein Remake? Klar, dass es in der Horrorremakewelle der letzten Jahre auch einige gute Filme gegeben hat (TCM 1+2, The hills have eyes und von mir aus auch noch Halloween), aber The Hitcher gehört eindeutig nicht dazu. Zu wenig Neues oder Innovatives gibt es zu sehen und das Einzige was den Film davor rettet langweilig zu sein ist die kurze Laufzeit.
Eigentlich ist jeder Versuch, etwas Neues in den Film zu bringen, ein Reinfall. Bestes Beispiel ist die Stelle, als einer der Protagonisten zwischen einem Truck und einem Anhänger gespannt wird. Wo man im Original nur die Räder rollen sieht wird hier alles gezeigt, allerdings ist diese Szene nicht mal halb so intensiv wie im Original.

Das einzig Gute an dem Film ist ein ziemlich cooler Sean Bean, der zwar leider viel zu kurz kommt, aber in seinen wenigen Dialogszenen voll und ganz überzeugt, und wenigstens in diesen Szenen kommt so was wie Atmosphäre auf.
Zachery Knighton kommt nicht an C. Thomas Howell aus dem Original heran und spielt seine Rolle zwar bemüht, schafft es aber nicht dem Character etwas Identität zu verleihen.
Sophia Bush sieht zwar gut aus und ist anscheinend gegen die Schwerkraft immun (die Bremsszene am Anfang), überzeugt aber sonst leider auch nicht ganz.

Fazit: Es gibt eigentlich keinen Grund sich den Streifen anzutun, wenn man stattdessen die Möglichkeit hat sich das Original anzusehen.

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