„The New Killing Machine“ ist für mich ein solider, klassischer 90er-Actionfilm, der genau weiß, was er sein will. Er versucht gar nicht erst, ein großes Meisterwerk zu sein, sondern konzentriert sich auf das Wesentliche – und das funktioniert über weite Strecken auch ziemlich gut.
Die Story ist recht simpel gehalten und bleibt angenehm geradlinig. Das sorgt dafür, dass der Film nie unnötig kompliziert wird und man sich komplett auf das Geschehen konzentrieren kann. Große Überraschungen sollte man hier zwar nicht erwarten, aber das passt auch zum Stil des Films.
Was mir besonders aufgefallen ist: Es gibt hier nicht nur klassische Kampfszenen, sondern auch viele Schießereien, und die haben es teilweise echt in sich. Der Film ist definitiv nicht zimperlich – stellenweise ziemlich blutig und roh, was gut zur harten Grundstimmung passt. Genau das macht ihn für mich auch etwas intensiver als viele andere Durchschnitts-Actionfilme.
Die Action insgesamt ist ordentlich gemacht und liefert genau das, was man sehen will. Klar, aus heutiger Sicht wirkt manches etwas altbacken, aber gerade dieser handgemachte Stil hat für mich seinen eigenen Charme.
Schauspielerisch ist das Ganze solide. Jeff Wincott macht seinen Job gut und trägt den Film zuverlässig. Besonders hervorheben möchte ich aber auch den Gegenspieler, gespielt von Michael Ironside. Er bringt eine starke Präsenz mit und wertet den Film auf, weil er einfach ein glaubwürdiger und markanter Bösewicht ist.
Was dem Film ein bisschen fehlt, ist das gewisse Besondere. Er macht vieles richtig, bleibt aber insgesamt eher im Bereich „gut, aber nicht herausragend“. Trotzdem sehe ich ihn klar über vielen durchschnittlichen Genrebeiträgen, die schnell wieder in Vergessenheit geraten.
Unterm Strich ein unterhaltsamer, harter Actionfilm, der Fans von 90er-Action definitiv ansprechen wird – auch wenn er kein absolutes Highlight ist.
6/10 Punkten.