Review

„Hotel zur Hölle“ aka „Motel Hell“ unter dem Regiezepter von Kevin Conner entstanden, ist ein kleines aber feines Horrorjuwel, welches sich selbst nicht allzu ernst nimmt.

Das Geschwisterpaar Vincent und Ida hat einen leichten bis schweren Schaden, können dafür aber hervorragendes Rauchfleisch herstellen. Das Fleisch liefern ahnungslose Touristen, die den beiden im wahrsten Sinne des Wortes in die Falle tappen. Alles läuft wunderbar, bis Vincent und sein Bruder sich in dieselbe Frau verknallen.

Der Film hat deutlich bei Tobe Hopers „Texas Chainsaw Massacre“ abgeschaut, geht dabei aber seinen eigenen Weg. „Motel Hell“ ist eher eine rabenschwarze Horrorkomödie und bietet nur wenig für den reinen Horrorfreund. Erst im Showdown sorgt ein obskures Kettensägenduell mit Schweinskopfmaske (noch vor "TCM II") für etwas Rot auf der Leinwand.

Aber ein Blick über den Tellerrand lohnt sich, denn der Film ist teilweise schon wirklich komisch. Rory Calhoun und Nancy Parsons als Vincent und Ida sind einfach herrlich. Es macht richtig Spaß den beiden bei ihrem kranken Treiben zuzusehen. Der absolute Hammer ist die Szene, als Vincent seinem Bruder mit seinen letzten Worten gesteht, doch Konservierungsmittel in seinen eigentlich konservierungsmittelfreien Wurstwaren verwendet zu haben. Dabei geht der Zuschauer davon aus, dass er nun doch seine Taten bereut, aber Pustekuchen. Der Film ist voll von makaberen Lachern dieser Art.

Allerdings wird der Streifen nicht seinem Ruf gerecht ein böser Film zu sein (Warner ließ den Film in großen Mengen wieder einziehen aus Angst vor einer Beschlagnahme). Jeder, der sich den Film nur aus diesem Grund ansehen will, könnte enttäuscht werden.

Fazit: Schönes Filmchen für zwischendurch. Gute Schauspieler, gute Sets, stimmungsvolle Musik und jede Menge schwarzer Humor sorgen für gute Laune.

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