Rabenschwarzer & haarsträubend garstiger Backwoods-Horror um die Geschwister Vincent (Rory Calhoun) & Ida (Nancy Parsons), die am Land ein Hotel, eine Farm & eine Räucherei betreiben, wobei zumindest Letztere gut läuft, ist "Farmer Vincent's Smoked Meats" doch im ganzen Umkreis bekannt & beliebt. Leider stammen die Zutaten dafür nicht alle von ihren Schweinchen; Vincent stellt nämlich nachts auf der Straße Fallen auf, betäubt die Verunglückten mit einem Gas, sammelt sie ein & verpflanzt sie in seinem geheimen Garten.
Yep! Er steckt die gefangenen "Tiere" in Löcher, bis nur noch der Kopf rausschaut, füttert sie, pflegt sie & erntet sie schließlich, auf recht ruppige & für die Betreffenden nicht wirklich angenehme Weise. Beschweren können die sich allerdings nicht, hat man ihnen doch gleich nach dem Verpflanzen die Stimmbänder durchtrennt. Es wäre ja lästig, wenn die unfreiwilligen Fleischlieferanten dauernd jammern & schreien, da lässt sich ihr Gurgeln, Fauchen & Krächzen wesentlich leichter ertragen. Das Geschäftsmodell droht aufzufliegen, als Vincent beschließt, eines der Unfallopfer (Nina Axelrod) zu behalten & sein jüngerer Bruder, der Sheriff (Paul Linke), der Sache auf die Spur kommt.
Ursprünglich soll der Streifen von Kevin Connor ja als hammerharter Schocker mit perversen Einlagen (Sodomie) geplant gewesen sein, was letztendlich zum Glück verworfen wurde. Denn so war der Weg frei für eine groteske Horrorkomödie, die im Genre ziemlich einzigartig ist & die ich keinesfalls missen möchte. Rory Calhoun & Nancy Parsons sind großartig als schräges Pärchen, für die der Kannibalismus nicht nur normal, sondern die logische Antwort auf die Probleme der Welt (zu viele Menschen, zu wenig zu essen) ist. Wie sagt Farmer Vincent? "Meat's meat, and man's gotta eat!"
Eigentlich wirken die beiden ja auf eine liebenswerte Weise kauzig, zumindest so lange, bis man sieht, was sie tun. Das Hinterwäldler-Flair ist klasse & die Stimmung ist streckenweise so richtig schön krank, nicht nur bei den Szenen mit dem "Menschengemüse", sondern auch an anderen Stellen, etwa beim Erzählen der herzerwärmenden Hundegeschichte. Das wüste Geschehen gipfelt dann in ein unvergessliches Finale, wenn Farmer Vincent die Kettensäge anwirft, mit einem Schweinskopf auf den Schultern! Genau mein Humor.