Wieder einmal befindet sich die Menschheit im Krieg. Dieses Mal jedoch nicht untereinander. Der Feind ist eine insektoide Rasse aus einem anderen Sonnensystem. Sie bombardieren die Erde mit Asteroiden und liefern sich heftige Gefechte mit den Streitmächten der Menschen.
Okay, ein bisschen mehr Story steckt noch drin, doch die interessiert eigentlich nicht. Starship Troopers will ganz sicher nicht durch das Erzählen einer Geschichte glänzen, zumal die literarische Vorlage nicht ganz unumstritten ist. Heinlein war tatsächlich überzeugt, dass ein wenig Faschismus, von den richtigen Leuten betrieben, der Gesellschaft ganz gut tun kann. Eine solche Aussage ist heute natürlich politisch vollkommen inkorrekt, was Verhoeven mit demselben Stilmittel löste, das er zuvor schon in RoboCop anwandte. Eindeutig überzogene Berichte im Stile einer Wochenschau zeigen dem Zuschauer, was er von der Regierungsform zu halten hat. Wenn der Niederländer Schulklassen auf Kakerlaken rumtrampeln lässt, während die Lehrerin voll freudiger Erregung fast einen hysterischen Anfall bekommt, sollte der letzte Kritiker merken, dass Verhoeven eine andere Meinung als der damalige Heinlein vertritt. Dass dem nicht so war zeigt nur, dass auch Kritiker schwer von der Meinung abgehen können, die sie sich bereits vor Besuch des Filmes gemacht haben.
Was aber soll man von dem Film nun halten? Ganz einfach: Nix, man lässt sich unterhalten! Hervorragendes Popcorn-Kino mit tollen Tricks, guten Nebendarstellern, einem gewohnt coolen Michael Ironside und einer Menge Krach-Bumm-Action. Was will man mehr, wenn es darum geht, kurzweilig 2 Stunden rumzukriegen?