Der verrückte Wissenschaftler Dr. Vasilienko experimentiert in seinem verborgenen Labor mit einem selbst entwickelten Serum, genannt „The Rage”. Dieses Serum verwandelt seine Opfer in rasende, nach Menschenfleisch dürstende Bestien. Doch die Experimente verlaufen nicht nach Plan: Seine blutrünstigen „Patienten” brechen aus dem Labor aus und machen sich auf zu einem blutigen Trip. Sie machen Jagd auf alle, die sich ihnen in den Weg stellenThe Rage gibts dem Begriff "was zum Geier" eine völlig neue Bedeutung. Denn es gehts hier weniger um Zombies, als um eine Schar mutierter Aasfresser, die sich an den mißglückten Experimenten Vasilienkos gelabt haben und seitdem Menschen als bevorzugtes Gericht ihrer Speisekarte erachten.
Im gar nicht mal schlechten Prolog sehen wir dann sofort, wo der Film uns hinführt. Das sogenannte Labor sieht aus wie ein billiger Hinterhofschuppen (was er vermutlich auch in Wirklichkeit war) und dieser billige Look zieht sich weiter hin. Alle anderen Szenen wurden im billigen Wald gedreht, für große Sets wurde jedenfalls kein müder Dollar ausgegeben. Selbiges gilt auch für die Darsteller, ausgenommen die Veteranen Divoff (der so eine evil Madman Rolle locker aus dem Ärmel schüttelt) und Reggie Bannister, der zumindest in seinem fünf Minuten Auftritt einen launigen Phantasm inside Joke zum besten geben darf. Schlimm siehts dafür bei unserer fünfköpfigen Protagonisten gruppe aus, die wie gehabt aus quervögelnden Kiffern mit dümmlichen Dialogen besteht.
Immerhin spielen sich die knackigen 80 Minuten Laufzeit recht kurzweilig, große Chance zu langweilen hat the Rage da nicht, wenn man mal von einem unnötig politisierenden Flashback absieht, der zwar Vasilienkos Gründe für seine Rache an der Menschheit erklärt, aber sonst so gar nicht zum Rest des Streifens paßt.Manchmal darf man sogar über erstaunlich gute Kameraeinstellungen staunen, die man in so einem kleinen Horrorreißer gar nicht vermuten mag.
Viel Licht und Schatten tun sich dafür bei den Effekten auf. The Rage ist definitiv ein harter Film. Das Blut suppt ordentlich und auch sonst wird abgehackt, gebohrt und durchstochen was das Zeug hält. Während die Masken und Ekeleffekte hier noch gut sind, können die CGI Bilder und Vogelpuppen nun gar nix. Die Viecher sind schlecht animiert und werden nur noch von den Explosionsgrafiken untertroffen, die aussehen alswären sie auf einem Taschenrechner programmiert worden.
Trotzdem fand ich the Rage jetzt bestimmt nicht schlecht. Im wesentlichen hält der Film was er verspricht, eine temporeiche Schlachtplatte mit reichlich Ekelfaktor, mit etwas mehr Liebe zum Deatail oder einem schmackhafteren Budget wär das sicher ein Geheimtipp geworden.
6/10