Inhaltsangabe

von Kenika

Eigenbrödler Hans Hattenhorst ist Filmvorführer ...

... auf der nordfriesischen Insel Juist.
In den 40er Jahren kam er aus Bielefeld auf die Insel. Er ist eine verschrobene, wenn man ihn an einem schlechten Tag erwischt, sogar eine verbitterte Gestalt.
Doch obwohl er schon über 80 Jahre alt ist, denkt er nicht einmal an den Ruhestand. „Die haben ja keinen anderen auf Juist.“ Hattenhorst ist jedoch kein leidenschaftlicher Kinofanatiker, sondern sieht seine Arbeit eher pragmatisch.
Er hat aber einen Lieblingsfilm: „Sun Valley Serenade“ mit dem Glenn Miller Orchestra.
An die Bilder kann er sich nicht erinnern, aber die interessieren ihn auch gar nicht. Im düsteren Vorführraum hört er ausschließlich die Musik, für die er heute schwärmt.

Der Film erzählt in statischen Schwarz/Weiß-Bildern von der Leidenschaft des alten Mannes, für den Kino keine träumerischen Illusionen schafft.
Die Bilder des Kinos spielen für den, der sie projiziert, überhaupt keine Rolle.
Im Herbst des Jahres 2004, während der Arbeiten zu diesem Film, ist Hattenhorst auf Juist verstorben...

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