Eddie Lomax fährt mit seinem Bike durch die Wüste. Er ist auf dem Weg zu seinem Freund Johnny. Doch er begegnet unfreundlichen drei Typen, die in der Nähe in einem kleinen Kaff wohnen, wo sie das sagen haben und die Gegen terrorisieren. Sie stehlen Eddie sein Bike, eigentlich ein Geschenk welches für Johnny vorgesehen war, und lassen ihn zurück, im Glauben er sei tot. Doch Johnny findet seinen Kumpel und pflegt ihn fit und somit ist die Zeit der Rache gekommen: Eddie macht sich auf in das kleine Kaff und räumt dort ordentlich auf.
Selbst nach einer Nacht überschlafen bin ich mir immer noch unschlüssig welchen Reim ich mir auf Inferno machen soll. Der ganze Film macht entweder einen auf hilflos lustig und einen Bildumschnitt später werden ein paar Rocker brutal über den Haufen geballert. Dazu gibts einen Helden der irgendwo uninspiriert zwischen harter Wurst und nettem Softie pendelt und sich einfach nur dezent die Murmel wegballern will, bevor die lokalen Fieslingsausgaben von Tick, Trick und Track ihm sein Motorrad klauen, welches er zum Abschied seinem alten Armeekumpel schenken will. Also eine richtige Einheit bildet das Drehbuch mit Sicherheit nicht, die Story hat mich an eine überlange Folge des A-Teams erinnert und schwingt eben dauernd von brutal nach debil und wieder zurück.
Aber nicht nur der Held ist ein recht seltsamer Vogel. Dazu gesellen sich noch eine ganze Reihe schräger Figuren, wie den Japaner der auf seine Frau wartet (Oh Pat Morita, was sollte das denn, vom weisen Sensei in Karate Kid, zum traurigen Comic Relief im B-Movies), einem Christenpaar dessen weiblicher Part gerne besoffen anderen beim poppen zuschaut, bis hin zu sämtlichen weiblichen Rollen die offensichtlich sexuell chronisch unterversorgt sind und denen beim Anblick des Prügelbelgiers der Sabber aus der Schnute tropft. Ernst nehmen sollte man Inferno wohl eher nicht. Stellenweise gibts zwar sogar gelungene Action, dafür aber auch ebenso viele Szenen die man mühelos mit dämlich und überflüssig bezeichnen kann (dämlicher Klamauk mit der Tür z.B:).
So kommt dann ein unentschlossener Actionfilm heraus der zwar durchaus mit gelungener Action, Bandenkriegen und einigen Shootouts aufwartet, aber den Actionfan letztendlich doch nicht zufriedenstellt. Zu schnell werden einfach die Bösen niedergemäht, auf deren Ableben sich der Zuschauer ja wohl freuen soll. Auch wenn Danny Trejo hier ungeahnte Talente als Fußpfleger beweist, kann Inferno nicht überzeugen.
5/10