Jack Crawford (Jason Statham) und Tom Lone (Terry Chen) sind FBI-Agenten. Bei einem Einsatz geraten sie an den Auftragskiller Rogue. Dieser tötet darauf hin, für Crawford unverständlich, Lone und verschwindet für ganze drei Jahre. Crawford, dessen Manie den Killer aufzuspüren ihm seine Familie gekostet hat, kann bei einem neuen Fall Beweisparallelen aufdecken, die ihn zu dem Entschluß kommen lassen das Rouge wieder da ist. Er wittert seine Chance und gerät in einen Krieg zwischen den Triaden und der Yakuza.
Achtung, könnte Spoiler enthalten!
Gelungener B-Actioner mit bekannten Gesichtern und einer Überraschung. Jet Li und Jason Statham waren schon einmal vor der Kamera als Gegner vertreten. Damals hieß der Film „One“ und funktionierte unter ähnlichen Bedingungen. Nämlich einer simplen Geschichte, physisch belastbaren Darstellern, etwas Spannung, einem brodelnden Score und Action ohne Ende. Bei der hier besprochenen Produktion gibt es aber einen Unterschied. Der Film kommt gänzlich ohne Ironie oder gar Humor aus. Vielmehr werden hier alle Kriterien für einen Harten Reißer erfüllt, dessen Tempo schneidig und direkt gewählt wurde. Ohne viele Nebenhandlungen wird hier geradewegs der Plot eingeführt und vorangetrieben. Dazwischen knallt es immer wieder und die Reibereien zwischen den Triaden, der Yakuza und dem FBI sorgen für jede Menge Tote.
Lange bleibt der Zuschauer im Dunklen, was den geheimnisvollen Killer angeht, doch wenn man dranbleibt, gibt es eine Schlüsselszene zu sehen, bei der der Groschen fällt und der Twist gelüftet wird. Stellt dann natürlich keine so große Überraschung mehr da. Doch sollte man damit leben können. Jason Statham als launiger FBI-Mann ist nur am rum rennen und austeilen. Entweder mit den Fäusten oder mit der Waffe - egal wie, er stellt halb San Fransisco auf den Kopf um den Killer zu erwischen. Also ein Part wie geschaffen für den Monk aus Mean Machine. Dabei wirkt er ruppig und sieht aus wie man ihn kennt und eventuell auch liebt. Jet Li ist in meinen Augen aber mal wieder der, welcher allen die Show stiehlt. Und das nicht nur wegen seiner Kampfsequenzen. Seine bloße Erscheinung versprüht Charisma pur und das funktioniert auch ohne viele Worte. Zumal seiner Figur sowieso nicht viel Raum für Konversation gegeben wurde. Er ist halt der wahre Coolio. Allerdings unterstützt dies die Undurchsichtigkeit seiner Figur, weshalb diese Tatsache über eine gewisse Strecke für Spannung sorgen kann. Leider oder sollte ich sagen zum Glück wurde vordergründig die Action bedient. Und die ist im Bezug auf Filmlänge ziemlich gesund gewichtet worden. Autochases, Massenschlägereien, Handkantenaction, Knochenbrecher, etliche sehenswerte Shootouts, Schwertkampf und ein hohes Maß an graphischer Gewalt bestimmen einen Großteil des Filmes. Kopfschüsse, abgetrennte Gliedmaßen und Bloodshed im Allgemeinen, konzipierten WAR definitiv zu einem Film für Erwachsene.
Ein relativ abwechslungsreicher Soundtrack aus elektronischen Beats und pumpenden Hiphop, gepaart mit asiatischen Klängen, passt da wie die Faust aufs Auge. Zu verdanken haben wir dies Dr. Dre und RZA. Natürlich werden viele nun meinen ein weiteres Machwerk a la „Cradle 2 the Grave“ oder „Romeo Must Die“ serviert zu bekommen und die Paralellen sind vorhanden. Doch gewinnen weder die Blackmusic-Einflüsse die Oberhand, noch wird die Mainstreamaction durch obligatorische Auflockerungsgags breitgetreten und verwurstet, wie in den Silver/WB-Produktionen. Hand drauf der Film hat was.
Fazit: Sicher nicht als DTV Produktion gedacht findet die Auswertung in Germany nur auf direktem Wege über die Videotheken statt. Dies ist nur bedingt Schade, denn als B-Film im A-Gewand ist WAR allenfalls als solide einzustufen. Für Allesgucker und Fans des Genres, als Actionfilm, aber trotzdem eine gute Wahl, da Darsteller und Tempo überzeugen können. 6/10