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Es hätte das ultimative Duell werden können; Jet Li vs. Jason Statham. Angeblich wurde sogar der ganze Film Jet Li auf den Leib geschrieben. Dafür gestaltet sich die Action aber zu wenig Martial-Arts-lastig.
Regie-Debütant Phillip G. Atwell macht einen soliden Job. Er legt viel Wert auf die Optik und versucht, die verworrene Story spannend zu gestalten. Das gelingt ihm nur zeitweilig, denn der Mittelteil ist trotz Co-Stars wie John Lone oder Ryo Ishibashi ziemlich zäh geraten.

Wenn Li oder Statham dann mal auf die Kacke hauen, geht alledings ordentlich die Post ab. Zwar wird keiner der beiden so richtig gefordert (besonders Jet Lis akrobatische Fähigkeiten bleiben ungenutzt), dennoch hat Cory Yuen ("The Transporter") eine bunte Mischung an Fights choreografiert, die für amerikanische Verhältnisse überzeugt. Nur das finale Duell zwischen Li und Statham hätte intensiver sein können. Sonst gibt es wenig zu meckern. Der Härtegrad stimmt und der für einen Actioner unübliche Plottwist überrascht sogar.
Zudem zeigt "War" - wie schon "The Transporter" oder "Crank", dass Jason Statham zu den vielversprechendsten Actionstars des Westens zählt. Auf der anderen Seite agiert ein Jet Li, der in Hollywood bisher kaum seine Klasse ausspielen konnte. Deshalb bleiben für Lis Fans dessen Hongkong-Kracher weiterhin das Nonplusultra, wenn sie ihren Star mit vollem Körpereinsatz erleben wollen (siehe "Fearless").

"War" ist also eine zwiespältige Angelegenheit, die insgesamt aber zufrieden stellt und obendrein an alte Zeiten erinnert. Wäre da nämlich nicht der Hochglanz-Look, würde man sich fast in einem Actionfilm der 90er wähnen. 7/10 Punkten.

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