"Macht euch auf nen Krieg gefasst!"
Naja, ganz so groß wird "WAR" leider nicht, auch wenn es sich dem Titel nach so anhört. In "WAR" geht es eher um einen übersichtlichen Privatkrieg zwischen den als japanische Mafia verschrienen Organisationen der Yakuza und der Triaden zwischen denen das FBI ermittelt.
Nach einer Schießerei mit chinesischen Triaden in einem Hafenlagerhaus, stolpern die FBI-Agenten John Crawford (Jason Statham) und Tom Lone über den berüchtigten Auftragskiller Rogue (Jet Li). Nach einem Hinterhalt Rogues ist dieser kurz davor Crawford zu erschießen, als sein Partner Lone auftaucht und Rogue ins Gesicht schießt, woraufhin dieser ins Wasser fällt. Die Leiche von Rogue bleibt allerdings verschwunden. Als Vergeltung dringt Rogue in Lones Haus ein, wo er ihn und seine Familie tötet und anschließend dessen Behausung abfackelt. Crawford will sich daraufhin an Rogue rächen, dieser bleibt aber spurlos verschwunden... bis er drei Jahre später in San Francisco wieder auftaucht.
Klassisches Actionkino meets Martial Arts Thriller. Gerade von letzterer Art sind einige brauchbare Szenen vorhanden, teils recht hart, leider aber nicht sonderlich innovativ was man eigentlich von dem Cast hätte erwarten können.
So wie für das Genre üblich, bleiben die seelenlosen Figuren auf ihren Klischees sitzen. Die Story ist simpel konstruiert, manövriert sich von Ermittlung zu Krawallszenen bis hin zum Showdown der beiden Hauptcharaktere. Der Ablauf bleibt fast immer vorhersehbar wodurch die Spannung größtenteils auf der Strecke bleibt.
Gerade was die Action selbst betrifft hätte ich hier mehr erwartet. Zugegeben, die Darbietung ist recht abwechlungsreich. Es gibt krachende Explosionen, flotte Shootouts und einige Nahkampfmanöver, allerdings in Maßen und nicht sonderlich spektakulär, sodass hier nicht wirklich etwas in Erinnerung bleibt.
Sehr ärgerlich ist, dass die Möglichkeiten der Schauspieler absolut nicht ausgenutzt werden. Jason Statham und Jet Li sind recht bekannte Genregrößen die gerade in Sachen Martial Arts einiges drauf haben (man sehe hierzu "The Transporter" und "Lethal Weapon 4"). Aber so wie es aussieht gab das Drehbuch einfach keine Möglichkeiten zur Flexibilität. Viel zu kurz und einfallslos wirken einige Sequenzen. Beide laufen einen Großteil der Laufzeit nur gelangweilt umher und ziehen eine Miene als wäre die risikoreiche Afrika Safari einer kindlichen Vergüngungsparktour gewichen. Und genauso geben sie sich dann auch.
Devon Aoki hat ein paar wenige Auftritte die man völlig hätte auslassen können. So eine Schauspielerin auf so wenige Momente zu begrenzen, in der sie in nur einem Fall mit drei Handgriffen beweist, dass sie ebenso in der Kampfkunst unterwandert ist, ist einfach zu wenig.
Die Überaschung gegen Ende mag zwar zünden, diese aber dann nochmal übertreffen zu wollen wirkt absolut lächerlich und nicht mehr nachvollziehbar. Der abrupte Schluss tut dann sein übriges.
Schade, mit einem furiosen Actionhammer habe ich gerechnet. Was hier an Action geboten wird ist einfach zu unspektakulär um sich von anderen Genregrößen abzuheben, die Story mag überhaupt nicht überzeugen, desgleichen die Verwendung der Schauspieler. Zum einmal anschauen brauchbar, mehr aber auch nicht.
3 / 10