Die Tänzerin Leila und ihr Liebhaber werden ermordet. Eine Geschichte die Inspektor Perkins und Scotland Yard auf den Plan ruft. Einige Spuren führen die Beamten über das Odeon-Theater zu einem seltsamen Billard-Club.
Eine durchschnittliche Wallace-Verfilmung von Alfred Vohrer, die mit einigen Ungereimtheiten und mangelnder Logik auffährt, ist das, als was man Der Mann mit dem Glasauge bezeichnen kann. Stefan Behrens in der Rolle des Sergeant Pepper ist hierbei ein kleiner Alptraum, der Humor einbringen soll, allerdings einzig an den Nervensträngen des Zuschauers sägt. Der herangetragene Humor wirkt sehr aufgesetzt und mündet in einen Quell von Überflüssigkeit. Ursprünglich war Uwe Friedrichsen für diesen Part vorgesehen, der allerdings anderweitig verpflichtet war. Horst Tappert spielt die Rolle des Inspektor Perkins durchaus gut, wird allerdings locker von Karin Hübner in der Rolle der Yvonne Duval getoppt. Karin Hübner ist zweifelsohne das schauspielerische Highlight des Films. Des weiteren wird man innerhalb des Films auch Ewa Strömberg begegnen, die dem Kenner aus Jess Francos Vampyros Lesbos, Der Teufel kam aus Akasava und Sie tötete in Ekstase, ein Begriff sein sollte.
Der Mann mit dem Glasauge, steigert sich in seinem Verlauf und gewinnt zum Ende hin durchaus ein wenig mehr Ernsthaftigkeit, welche dem Film nach guten Beginn, fast gänzlich abging. Einige Mordszenen wirken zudem nicht allein theatralisch, sondern ganz einfach nur dilettantisch. Es ist schon seltsam, in welcher Art und Weise man zu Boden fällt, wenn man von einer Kugel getroffen wird. Ein Hauch von Trash ist demnach auch diesem Vohrer Film nicht abzusprechen.
Fazit: Unter dem Strich ein unterhaltsamer Film, der sich zum Ende hin steigert und von einer gut aufgelegten Hauptdarstellerin, Karin Hübner dominiert wird.