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Mit dem Wallace Streifen "Der Mann mit dem Glasauge" führte Alfred Vohrer zum letzten mal Regie bei einem Wallace Film. Der Film gehört ganz klar nicht zu seinen besten Arbeiten und auch nicht zu den Top-Filmen der Reihe. Aber Vohrer schafft es einen recht unterhaltsammen Film zu drehen, der überraschenderweise recht blutig und Actionlastig daherkommt. Die Geschichte ist wieder recht einfach gestrickt und es geht hier um Drogen- und Mädchenhandel. Alles dreht sich um ein Theater, wo eine Gangsterbande versucht die Mädchen zu entführen und sich nach Südamerika zu verschleppen. Die Geschichte an sich ist recht Spannend, leider aber gibt es zu vile Alberheiten, weshalb die Story kaum ernsthaft rüberkommt. Erst gegen Ende versucht man etwas Ernsthaftigkeit in die Story einfließen zu lassen. Vor allem Stefan Behrens in der Rolle des Sergeant Pepper ist nur nervig. Nicht nur sein albernes Schauspiel, auch seine nervige Stimme gehen ein sehr schnell auf den Wecker. Auch Hubert von Meyerinck als Sir Arthur, ging einem gehörig auf den Keks. Man kann auch etwas übertreiben mit der Komik und dem Klamauk. Kein wirklicher Ersatz für Siegfried Schürenberg, als Sir John. Dagegen hat mir Horst Tappert recht gut gefallen in seiner Rolle als Yard-Inspektor. Zwar kann auch er nicht an Fuchsberger herankommen, aber seine Leistung ist recht solide. Interessant der erste Auftritt von Fritz Wepper in einem Wallace Film und das erste zusammentreffen von Tappert und Wepper in einem Film. Eigentlicher Star des Filmes ist Karin Hübner als Tänzerin Yvonne Duval. Hätte mir gewünscht das ihre Rolle etwas größer ausgefallen wäre. In einer kleinen Rolle sieht man auch Iris Berben. Tja, jeder fängt mal klein an. Wieder recht sympathisch der Auftritt von Ilse Page, die wieder als Sekretärin von Sir Arthur zu sehen ist. Im großen und ganzen ein unterhaltsammer Edgar Wallace Film, deren Story zwar ziemlich dünn ist, aber durch die Action für Abwechslung sorgt.

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