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Zu aller erst fällt einmal auf, dass Martin Lawrence nicht so ganz in die Truppe, die sich Wild Hogs nennt, passt. Erstens ist er schwarz, Rocker sind in der Regel aber weiß, wobei man sich natürlich auch die Frage stellen muss ob man die Wild Hogs überhaupt als ernstzunehmende Rockergang bezeichnen kann. Nur weil man ein Motorrad hat und Bier trinkt ist man noch lange kein Rocker.
Außerdem sind Lawrences Kollegen Tim Allen, John Travolta und William H. Macy ja schon etwas älter, Martin Lawrence dagegen ist erst knapp über vierzig und somit noch nicht ganz so alt wie seine 3 Kupanen, die ja alle schon über fünzig und nicht mehr die Jüngsten sind.

Das ist aber gar nicht weiter schlimm, denn "Born to be wild" ist ja eine Komödie und in diesem Genre ist Martin Lawrence zuhause. Mit seinen coolen Sprüchen sorgt der sympatische Afroamerikaner immerzu für gute Laune. Die Rede ist selbstverständlich nicht von Filmen wie "Big Mama's Haus" oder "Ritter Jamal", denn die waren nicht so der Überflieger. Ich spreche natürlich von "Der Diamantencop", "National Security" und co. In diese Liste kann sich auch "Born to be wild" einreihen.

Der Großteil der Lacher gehört aber nicht Martin Lawrence sondern dem hier offenbar leicht bisexuell veranlagten William H. Macy. Gegen ihn kommt in "Born to be wild" nicht mal Tim "der Heimwerker King" Allen an, obwohl er sichtlich bemüht ist den Zuschauer zum Lachen zu bringen und das auch nicht nur einmal schafft.

Richtig böse kommt dagegen der von oben bis unten tätowierte Ray Liotta daher. Er ist der Anführer der Del Fuegos. Die sind im Gegensatz zu den Wild Hogs waschechte Rocker und gefährlich. Mit den Del Fuegos sollte man sich besser nicht anlegen. Nur dumm wenn doch ein "ultraharter" Woody Stevens auf die Idee kommt sie zu provozieren. Jage niemals den Lieblingsschuppen einer Rockergang in die Luft ansonsten hast du ein echtes Problem!

Neben diesen ganzen bekannten Gesichtern bietet "Born to be wild" aber vor allem eins, nämlich Witz. Nicht alle Gags funktionieren hundertprozentig, aber so gut wie. "Born to be wild" ist gute Unterhaltung und ideal für einen netten Filmeabend. Am besten noch ein kühles Bier und Chips oder Popcorn dazu und schon ist der Abend gerettet. "Born to be wild" ist vielleicht nicht die beste Komödie des Jahres 2007 (gegen "Superbad" kommt er dann doch nicht an), aber eine lustige allemal.

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