Als Terry Noonan nach jahrelanger Abwesenheit wieder in seine alte Heimatstadt New York zürückkehrt, ahnt niemand seiner alten Freunde, dass aus dem ehemaligen Kumpel ein Undercover-Agent geworden ist. Da Terry sehr beliebt war fällt es ihm auch nicht schwer, die Kontakte zur alten Gang wieder herzustellen. Besonders Jackie ist von dem Wiedersehen begeistert und öffnet dem vermeintlichen Jugendfreund Türen und Tore zur Gangsterorganisation "Hell Kitchen".
Was Regisseur Phil Joanou bei "Im Vorhof zur Höle" in Sachen Dramatik, Spannung und Atmosphäre auf die Beine gestellt hat, verdient sämtliche Superlative angefangen bei großartig und hervorragend. Die dichte Inszenierung lässt den Zuschauer den inneren Konflikt von Terry regelrecht hautnah spüren. Sämtliche Darsteller, allen voran der geniale Gary Oldman, sind absolut perfekt besetzt und spielen ihre Rollen mit äußerster Präzision und fabelhafter Charakterzeichnung. Der Streifen an sich ist absolut kompromisslos und wirkt auf den Zuschauer schockierend. Das Ende ist regelrecht "krass" und hinterlässt einen Druck in der Magengegend. Joanou spart nicht mit intensiven Gewaltdarstellungen, die aber zu keiner Zeit plakativ wirken. Keiner der Protagonisten geht als Gewinner hervor. Das ist ernüchternd aber dafür realistisch und gerade deshalb wohl nicht jedermanns Sache. Wer einen rührseligen, mit Klischees behafteteten Gangster-Thriller erwartet, wird hier eines Besseren belehrt. "Im Vorhof der Hölle" kann mit Recht von sich behaupten, einer der besten Gangsterfilme der letzten 20 Jahre zu sein. Unbedingt ansehen!!