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Der Film war ein kleine Premiere für mich: Mein erster Jess Franco, der gänzlich ohne Sex auskommt. Keine Titten, keine Gebonke, nicht mal eine Striptease-Nummer... Was übrig blieb war ein solide inszenierter, recht unterhaltsamer Euro-Trash-Krimi, der auf einem Roman von Bryan Wallace, dem Sohn des berühmten Autors Edgar Wallace, basierte.
Franco hält sich hier sehr eng an die britisch-saubere Romanvorlage, so dass dieser Streifen nahtlos in die Reihe anderer Wallace-Spätwerke wie "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" (Argento) oder "What Have They Done to Solange?" einreiht, ohne jemals deren Klasse zu erreichen. Was bleibt ist ein leidlich unterhaltsamer Krimi mit der coolen 70s-Architektur des Swining London und etlichen etablierten Wallace-Veteranen wie Siegfried Schürenberg, Horst Tappert oder Barbara Rütting, die im engen schwarzen Lackanzug übrigens teuflisch gut ausschaut. Lediglich Luis Morris als vertrottelter Eddie Arendt-Ersatz nervt ("Mein Name ist Pickwick, nicht Picknick..!"), sein teutonischer Balla Balla-Humor will irgendwie nicht zünden...
Gung Ho sagt: "Annehmbares Franco-Vehikel für Komplettisten oder verregnete Sonntage. Mehr wie einmal braucht man es jedoch nicht gesehen haben."

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