Handlung:
Thana arbeitet in der Modebranche. Da sie stumm ist, muss sie doppelt so hart arbeiten. Auf dem Weg nach Hause wird sie vergewaltigt. Zu Hause angekommen, bevor sie jemanden davon in Kenntnis setzen konnte, will ein Einbrecher sie ausrauben und versucht ebenfalls sie zu vergewaltigen.
Doch Thana wehrt sich und kann den Mann töten. Nicht nur, dass sie seinw Leiche entsorgen muss, sie hat auch noch die 45er Magnum des Täters. Als ihr immer mehr auffällt, wie dreckig und ungerecht die Welt ist und sie immer mehr unter Alpträumen leidet, fasst sie einen Entschluss: Sie und ihre Waffe schaffen Gerechtigkeit und bestrafen all jene, die Frauen gegenüber übergriffig werden.
Meinung:
Abel Ferraras "Die Frau mit der 45er Magnum" folgt grundlegend dem Aufbau eines Rape and Revenge Filmes: junge Frau wird vergewaltigt und übt danach Rache.
Allerdings gibt es entscheidendende Unterschiede: Erstens ist die Vergewaltigung nicht so exploitativ und graphisch in Szene gesetzt, wie in den meisten Streifen dieser Art. Sie ist nur der Auslöser, nicht die Hälfte des Films. Zweitens rächt Thana sich nicht primär an ihren Peinigern, sondern an allen übergriffigen Männern, die sie in die Finger bekommt. Und drittens ist die feministische Idee der Rollenumkehr hier etwas weniger exploitativ ergründet, als in vielen anderen Rape and Revenge Filmen und auch die Rache nimmt irgendwann wahnhafte Züge an.
Dass der Film die Großstadt schön räudig darstellt und der Film ein sehr klassisches "Underground"-Flair hat gefällt ohne Frage auch.
Kurzum:
Guter, etwas anderer Rape and Revenge Film, der nicht nur mit einem gewissen Flair, sondern auch einer etwas weniger exploitativ-drastischen Aufarbeitung des Themas gefällt.