Nachdem ich Dororo vor ein oder zwei Jahren das erste Mal gesehen habe, hielt ich ihn für ein Meisterwerk. Jetzt hab ich ihn wieder einmal angesehen und mein erster Eindruck hat sich etwas relativiert bzw. stelle ich fest, dass sich mein Filmgeschmack doch ein wenig verändert hat. Was mich damals noch begeistert hat, finde ich heute doch schon etwas frag- und merkwürdig. Es ist eben doch ein ganz eindeutiger Fantasystreifen und auch nichts anderes wird hier umgesetzt.
Die Handlung verspricht jede Menge Action. Ein Vater verkauft den Körper seinen Sohnes an 48 Dämonen. Dieser wird daraufhin von einem Schamanen wieder zusammengeflickt und macht sich schließlich auf die Reise um sich seinen Körper wieder zu erkämpfen.
Perfekt, die Handlung ist in ihrer Idee ebenso einfach wie genial. Umgesetzt wird sie in Dororo auch relativ gut. Jedoch wird an einigen Stellen doch viel Potential verschenkt. Das Intro und die Vorstellung der beiden Hauptcharaktere gefällt mir sehr gut. Ohne viel über ihre jeweilige Vorgeschichte zu wissen, fängt der Film direkt mit einem Kampf gegen einen Dämonen an. Allerdings folgen dann einige Längen, bei denen (zu) viel geredet wird und die Geschichte zwar sehr schön erzählt wird, die Action aber sehr zurückbleibt. Auch die folgenden Kämpfe sind nur bedingt gut. Mir persönlich fehlen ein wenig die Kämpfe gegen Menschen bzw. etwas wo nicht aus dem Computer kommt. Außerdem werden zu viele Drähte und Seile eingesetzt. Aber das soll nicht negativ gewertet werden, es handelt sich schließlich um Fantasy.
Das Ende nimmt dann wieder deutlich mehr Spannung und Anspruch auf. Die Geschichte wird zu einem Familiendrama mit einer guten Auflösung. Allerdings wieder sehr fantasylastig! Muss man mögen.
Außerdem fallen die wunderschönen Landschaftsaufnahmen auf, die den Film zu einem absoluten Augenschmaus machen. Immer wieder werden wunderschöne unberührte Landstriche gezeigt, die man einfach mögen muss. Und auch das Schlussbild ist einfach nur wunderschön!
Dororo ist also ein Actionfantasyfilm durch und durch, der bestimmt kein schlechter Genrebeitrag ist. Wer Fantasy haben will, bekommt sie hier.
Insgesamt würde ich 6/10 geben, aber im Anbetracht der Tatsache, dass mir der Film schon einmal besser gefallen hat, bekommt er 7/10.