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Ex-Jumbo-Pilot Jake zieht nach dem Tod seiner Frau mit den Kindern von Chicago nach Alaska um dort als Postflieger einen Neuanfang zu machen.
Während Tochter Jessie, goldig verkörpert von der jungen Thora Birch (American Beauty, The Hole) sich schnell einlebt, vermisst Sohn Sean die Großstadt schmerzlich und rebelliert gegen seine neue Umgebung allgemein und den Vater ganz besonders.
Als dieser jedoch im abgelegenen Landesinneren abstürzt, begeben sich die Kinder auf eigene Faust auf Rettungs-Mission.
Dabei gelingt es ihnen, das Eisbär-Junge „Flocke“ aus den Händen eines skrupellosen Gentleman-Wilderers und seines fiesen Gehilfen zu befreien, die den dreien fortan im Nacken sitzen.

Ein spannender Abenteuer-Trip, der dem kindlichen Gemüt vor der wildromantischen Kulisse Alaskas viel zu bieten hat: Handzahme wilde Tiere, herrliche Landschaftsaufnahmen, mutige junge Menschen und zwei Schurken, die zwar provozierend böse agieren doch nie zu abscheulich geraten und mit ihren Dialogen reichlich zum Unterhaltungswert beitragen.

Das Sean mit Hilfe des Bären seinen Weg findet, wie es ihm von einem alten Indianer prophezeit wurde, gibt dem ganzen einen zusätzlichen Reiz denn das orientierungslose Großstadt-Kid wandelt sich schließlich zum naturverbundenen jungen Erwachsenen.

Manchmal vielleicht etwas naiv jedoch nie zu kitschig geraten, dabei stets liebenswert und unterhaltsam.
Durch leise Kritik am, im wahrsten Sinne des Wortes weltfremden, Lebensstil amerikanischer Großstadt-Jugend zwischen Baseball und Videospielen kann man „Alaska“sogar eine Hauch von Anspruch zugutehalten.

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