Nicht selten soll es ja der Fall sein dass einem so mancher Filmtitel erst im Nachhinein bzw. nach Betrachten des jeweiligen Filmes bewusst wird. „The Messengers“ könnte dabei durchaus einer dieser Filme sein. Wenn einem dabei natürlich gleich zu Begin der Name Pang in die Augen springt erwartet man natürlich zunächst einen sehr hochkarätigen Streifen. Angesichts solcher Meisterwerke welche eben erst genau durch diese Namen möglich wurde, wie z.B. „Re-Cycle“ fällt es dabei natürlich jedem weiterem Film schwer, mithalten zu können. Insbesondere wenn es sich dabei um den ersten US-Titel handelt.
Grundsolide. Dies dürfte wohl der am besten geeignetste Ausdruck für „The Messengers“ sein. An der Story gibt es rein gar nichts auszusetzten. Für diese Art von Film natürlich nicht sonderlich tiefgründig, aber auch in keinster Weise Langweilig oder gar Lückenhaft oder holprig erzählt. So ziemlich alles, auch die Krähen, erfüllen dabei Ihren Zweck bis zum durchaus interessanten, jedoch aber gleichzeitig nicht glorreichen oder gar überraschenden Finale. Naja, solide eben.
Die Inszenierung ist dabei sehr gut gelungen. Die Schockmomente halten sich soweit in einem sehr guten Rahmen und sind durchaus spannend und nervend vorgetragen. Auch die musikalische Untermalung trägt ordentlich dazu bei. Zwar bedient sich „The Messengers“ so ziemlich aller bekannten Vorlagen, von „Die Vögel“ angefangen bis hin zu „The Grudge“ und Konsorten, jedoch keinesfalls schlecht in Szene gesetzte.
Auch die gesamte Darstellerriege, allen voran natürlich die zur Zeit filmisch sehr beschäftigte Kristen Stewart, kann soweit durchaus überzeugen und passen sich dem gehobenen Mittelmaß des Streifens an.
Das einzige was man dem Film auf jeden Fall ankreiden muss ist die Tatsache, dass nach ca. einer Stunde Laufzeit die Spannung eines üblichen Horrorstreifens dem krassen Wandel zum Thriller weichen muss. Irgendwie mag dies obgleich die Story ja im Prinzip ganz gut sein mag, nicht so recht zusammen passen. So recht wusste wohl auch der Hr. Drehbuchautor in diesem Moment nicht weiter.
Unter´m Strich ist „The Messengers“ ein durchaus sehenswerter Horror-Grusel-Thriller (oder was auch immer genau), welcher zwar sehr gut inszeniert ist und auch mit einigen guten Gruselmomentan aufwarten kann, welchem man aber den krassen Wandel nach ca. einer Stunde Laufzeit nicht so recht abnehmen mag. Die guten Darsteller retten neben der Inszenierung den Film für eine gute, wohl aber einmalige, Abendlichen Unterhaltung.