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Peter Sellers und Black Edwards sind, ohne Frage, eines der bedeutendsten Filmpaare der Filmgeschichte, mit dem einen vor-, dem anderen hinter der Kamera! In vielen Komödien von Edwards stellt Sellers die Hauptrolle da, am bekanntesten dabei vor allem die "Rosarote Panther"-Reihe. In "Der Partyschreck" stellt Sellers nun mal nicht den schusseligen Inspektor da, sondern einen mindestens ebenso trotteligen Inder. Vielerorts als eine der besten Komödien überhaupt gehandelt, hat der Streifen mich allerdings, als eigentlich riesiger Fan der beiden, nicht so ganz zufrieden stellen können.

Die Story des Streifens ist schnell erzählt. Ein schusseliger indischer Schauspieler verwüsstet ein Filmset und soll daraufhin gefeuert werden. Durch ein Missgeschick wird er allerdings zu einer großen Party des Produzenten eingeladen. Und was dort passiert, kann sich wohl ein jeder denken.
Sieht auf den ersten Blick vielleicht ein wenig dünn aus, so reicht dieser Hintergrund aber zu 100% aus, für das wovon der Film handelt: Einer Partyzerstörung aller erster Güte.

Und dabei kann das Ganze erst einmal auch wirklich prächtig amüsieren! Peter Sellers ist hier in seinem Element und stellt eine herrliche Dämlichkeit nach der Anderen an! Das fängt schon beim Schuh-Gag an. Der Inder möchte sich seinen beschmutzen Schuh in einer kleinen Wasserstelle säubern. Dabei verliert er aber seinen Schuh und versucht ihn nun herauszufischen. Wie er dabei nun u.a. mit einer größeren Pflanze versucht, an seinen Schuh zu kommen, ist wirklich zum totlachen. Des weiteren auch die gar köstliche Dinner-Szene in der Sellers auf einem viel zu kleinen Stuhl, vor der schwingenden Küchentür, sitzt. Hier dürfte man eine Zeit lang aus dem Lachen nicht mehr herauskommen. Dann noch die Szene mit den Bedienungsversuchen des vollautomatisierten Hauses, die Kloszenerie und noch so manch anderer herrlich absurder Spaß! Sellers ist einfach prächtig und kann eigentlich durch die Bank weg gefallen.

Nach ungefähr einer Stunde Spielzeit scheint dem Film allerdings plötzlich die Luft auszugehen. Aus dem herrlich absurden Sellers-Humor wird urplötzlich Klamauk, der dann gar nicht mehr so komisch wirkt. Vor allem die Schaumparty-Szene wirkt aufgesetzt und mehr gewollt, als das sie komisch ist. Irgendwie fehlt es den Gags plötzlich an der zündenden Wirkung der ersten Stunde. Dazu gibt es dann noch einige Running-Gags, die ebenfalls ruhig noch ne Ecke komischer hätten sein dürfen. Der betrunkene Butler z. Bsp. mag am Anfang noch witzig sein, doch da man ihn, für meinen Geschmack, leider etwas zu oft eingesetzt hat, nervt er mit der Zeit nur noch! Schade eigentlich!

In Sachen Darsteller und Inszenierung ist dafür aber alles Gold wert. Auch wenn sich der Film größtenteils auf nur eine Kulisse beschränkt, so ist diese doch wirklich ideal ausgedacht und aufgebaut worden. Ein Traum, den man wirklich bestens zerstören kann! Und Peter Sellers ist, wie schon erwähnt, eine absolute Wucht, wie eigentlich jedes mal. Ohne ihn wäre der Film sicher nicht einmal halb so komisch! Aber auch alle anderen Darsteller stellen zufrieden!

Fazit: Typische Edwards-Sellers-Comedy, in der Peter Sellers sich wieder einmal so richtig austoben darf. Vor allem in der ersten Stunde jagt ein genialer Brüller den nächsten. Schade nur, dass dem Film danach urplötzlich die Luft auszugehen scheint und nur noch einige arg klamaukige Sachen zu bieten hat. Somit bleibt unterm Strich ein Streifen, den sich Sellers-Fans zwar nicht entgehen lassen dürfen, der es aber in keinster Weise mit den frühen Panther-Filmen aufnehmen kann.

Wertung: 6,5/10 Punkte

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