Peter Sellers spielt Hrundi V. Bakshi, einen indischen Schauspieler, der versehentlich auf der Gästeliste einer Promiparty landet und dort das reinste Chaos verursacht. Das Dreamteam Sellers/Edwards arbeitete bei „Der Partyschreck“ erneut zusammen, erreichte aber nicht die Qualität eines „rosaroten Panthers“.
Mit Sicherheit gehört der Film zu den bekanntesten Slapstick-Komödien der späten Sechziger, der zudem den Zeitgeist wunderbar einfängt. Die Hollywood-Stars bilden einen erlauchten Kreis, der sich für besser hält und Außenstehende nicht an sich heranlässt. So ist es politisch schön unkorrekt, wenn Bakshi das noble Haus Teil für Teil zerstört und zum Schluss die Gastgebertochter nebst Freunden und einem Elefant in bester Hippietradition die Party stürmen.
Wo der Film in der ersten Stunde blendend unterhält, ist aber spätestens ab dem unfreiwilligen Schaumbad die Luft endgültig raus. Der Butler säuft sich als als Running Gag weiter zu und eine sich anbahnende Beziehung zwischen Bakshi und einer Sängerin braucht man als Zuschauer nicht wirklich. Den Gipfel der Einfallslosigkeit stellt schließlich das Ende dar: Bakshi bringt die Frau nach Hause, verabschiedet sich kurz und fährt dann in den Abspann weg. Kein Kuss, kein Abschlussgag und vor allem kein runder Schluss, da man einige Sachen gerne noch geklärt gehabt hätte.
Sellers ist in dem ganzen Trubel selbstverständlich verdammt witzig anzuschauen und läuft zu atemberaubender Slapstick-Form auf. Beinahe so wie in alten Chaplin- oder „Dick-und-Doof“-Filmen kommen ganze Passagen ohne ein Wort aus, einzig Sellers sorgt als Tollpatsch für Erheiterung.
„Der Partyschreck“ schippert alles in allem zu ziellos in der Gegend herum. Nach einem tollen Auftakt ist spätestens ab der Hälfte der Luft raus, Gags wiederholen sich unnötig oft. Selbst für mich als Sellers-Fan war das nicht so der Megakracher.