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Die Karriere des indischstämmigen Schauspielers Hrundi V. Bakshi (Peter Sellers) steht unter keinem guten Stern, denn er ruiniert während der Dreharbeiten eines großangelegten Hollywood-Films so ziemlich jede Szene, an der er beteiligt ist. Durch einen Zufall wird er auf die Party des Produzenten des Films eingeladen, wo er sodann für allerlei Chaos sorgt.

Und dabei bleibt Bakshi stets ein sympathischer Charakter, dem man partout nicht böse sein kann, was eine der Stärken der erneuten Zusammenarbeit von Regisseur und Drehbuchautor Blake Edwards und seinem Hauptdarsteller Peter Sellers ist. Dieser, in heutzutage wohl undenkbarer Maskerade einen Inder gebend, stolpert und herzt sich durch diese kuriose Partygesellschaft in seiner unnachahmlichen Art, dass es von Anfang bis Ende eine Freude ist, ihm dabei zuzusehen. Der Witz funktioniert hierbei ebenso auf auf der Dialogebene, die durchaus schlüpfrig anmutet, als auch durch soliden Slapstick. Bakshi meint es nur gut, doch will man oft einfach nur „Nein!“ rufen – doch es ist schon zu spät und das nächste Unheil ist im Gange.

Ich muss allerdings zugeben, dass Sellers von Steven Franken die Show gestohlen wird. Dessen Figur als dem Alkohol sehr zugetaner Kellner Levinson hat für mich die besten Szenen und größten Lacher auf seiner Seite. Als Extremversion eines Freddie Frinton stolpert er sich zunehmend chaotisch durch die Szenerie und allein seine Szenen während des Dinners sind ein Höhepunkt des Films, insbesondere wenn die Schwingtür einen Blick auf die Küche preisgibt.
Der Rest vom Cast ist in Ordnung, stellt sich allerdings auch nicht in den Mittelpunkt, der nur bei Sellers zu verorten ist. Das trifft auch auf das quasi love-interest Michelle Monet (Claudine Longet) zu, die einfach nicht über das Charisma verfügt, wirklich Eindruck zu hinterlassen. Die präsentierte obligatorische Gesangseinlage ist eigentlich verzichtbar, wird jedoch ob Bakshis dringendem Bedürfnis zu einem weiteren Brüller.

Versinkt die Party mit zunehmendem Verlauf in Chaos – und Schaum – so spielt die Band gleich der auf der Titanic unbeirrt weiter und auch als Zuschauer kommt man nicht umhin, dem weiter eskalierenden Treiben sein Augenmerk zu schenken. Eine weitere großartige Zusammenarbeit zwischen Edwards und Sellers, sehr unterhaltsam mit vielschichtigem Witz und einer zum Brüllen komischen Nebenfigur. Diese Party sollte man nicht verpassen.

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