Nach vielen Jahren kehrt Hannah zu ihren Wurzeln zurück, nach Gatlin, wo sie ihre Mutter vor 19 Jahren retten wollte. Nach dem damaligen Horror gehen noch immer mysteriöse Dinge vor sich, ein Prediger, der sich neben ihr in Luft auflöst, eine gruselige Begegnung in der Psychiatrie und ein Truck, der Hannah von der Straße abdrängt. Sie fühlt sich nicht gerade willkommen, doch die Einheimischen scheinen mehr über sie zu wissen, als sie selbst, ja sogar auf sie zu warten. Nicht umsonst erwacht nun auch Isaac aus seinem komatösen Zustand. Mit der Rückkehr von John Franklin als prophetischen Prediger kehrt auch der verstärkte Okkultcharakter zurück, statt mit vornehmlich blutigen Passagen den Schrecken der Kindersekte zu erzählen. Die sind kaum ausführlicher aufgezeigt als die Blechschäden an Hannahs Auto, frontal in den Sand gefahren ist allerdings die Story. Viel Verwirrung wird gestiftet, ohne letzten Endes alles schlüssig aufzulösen, während sich die Charaktere weiter und weiter in unglaublichem Käse verirren. Die Auserwählte kehrt wie prophezeit zurück und stolpert mehr und weniger unbewusst in die Erweckung jener dunklen Macht von damals, aha. Die Dinge eskalieren mit der erwartungsvollen Zusammenkunft der Kindersekte im Maisfeld leider mehr zähflüssig und zu allem Überfluss auch noch reichlich simpel konstruiert. Unsere Hannah jedenfalls hat im Moment der größten Gefahr nichts Besseres zu tun, als mit ihrem Love Interest nachts in der Scheune duschen zu gehen (was ja so was von gut tut), was folgt ist noch blödsinniger. Angesichts der erneuten Erntezeit könnte man nun auf die gezückten Macheten und Sensen hoffen, doch im Gegensatz zu den Vorgängern geht man regelrecht zurückhaltend mit den sichtbaren Goreeffekten um. Teil sechs der nicht enden wollenden Serie nach einer kleinen Kurzgeschichte von Stephen King begibt sich endgültig auf das Terrain von unüberlegten Peinlichkeiten, die Charaktere und die nicht unbeleckten Darsteller sind der ach so großen religiösen Tragweite nicht gewachsen, ebenso wenig ist es Regisseurin Kari Skogland. Dafür sehen wir nun endlich "den, der im Hintergrund steht", ein richtig witziger Schwiegermuttertyp. Wer hätte das gedacht.
Fazit: Das war nix, liebe Teenies. Der Maiskarren ist endgültig in den Dreck gefahren. 2/10 Punkten