Nachdem der fünfte Teil der "Kinder des Zorns" - Reihe schon ziemlich langweilig war, dachte ich mir, dass der Tiefpunkt schon erreicht sei. Aber im sechsten Teil ist das Niveau sogar noch weiter gesunken.
Dabei beginnt der Anfang noch recht passabel. Man schlägt schon relativ früh die mysteriöse Variante ein, denn Personen tauchen einfach aus dem Nichts auf. Aber spätestens nach 10 Minuten ist das Feuer schon fast vollständig erloschen. Spannung ist hier nämlich Fehlanzeige. Dazu sind die Szenen teilsweise schlecht aneinander gereiht, sodass sich beim Zuschauer schonmal etwas Verwirrung breit machen kann.
Dementsprechend wirkt die Handlung irgendwie zusammen geflickt. Wenn von einer Story überhaupt die Rede sein kann...
Fast 50 Minuten lang passiert eigentlich gar nichts. Bis der erste Mord geschieht, ist man vor Langeweile wahrscheinlich schon eingeschlafen. Ist es dann soweit, wird man noch nicht einmal mit gut gemachten Goreeffekten verwöhnt, die einen etwas entschädigen könnten. So lohnt sich der Film bis auf ein oder zwei Szenen noch nicht einmal für Splatterfreaks. Da bekam man im fünften Teil Besseres zu sehen.
Die Schauspieler sind auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Die Hauptdarstellerin hebt sich immerhin noch positiv hervor.
Fazit: Außer technisch guten Bildern (Kamerafahrten usw.) wird einem hier so gut wie gar nichts geboten. An der Story und der Atmosphäre mangelt es besonders. Auch die schauspielerischen Leistungen und die Anzahl der Goreszenen lassen zu wünschen übrig. Was übrig bleibt, ist die schlechteste "Kinder des Zorns" - Fortsetzung.