Review

Juhu, der Cerealien-Kult geht in die sechste Runde und wer nach der abgeschmackten Abkupferung in Teil 5 noch nicht geistig verendet ist, darf sich nun ein sechstes Mal ins Maisfeld wagen, wo, oha, tatsächlich ein Wichtelhirn sich eine neue Story ausgedacht hat.
Das macht das Endergebnis allerdings nicht unbedingt besser...

Wir haben es hier mit einem feschen Mädele zu tun (möglicherweise dem Kindelein vom Ende des fünften Teils), daß sich auf den Weg nach Gatlin macht, um der Herkunft auf den Grund zu gehen. Warum jeder Idiot in dieses Massakerdörfchen will, bleibt auch diesmal ungeklärt, aber dafür die Dame recht knackig und nur das zählt beim Videopublikum.

Wie uns der Titel schon verrät, kehrt hiermit die Teeniehackfresse Isaak, der alte Sektenführer zurück und zwar ins Leben, denn er nächtigt komatös seit zwanzig Jahren im Krankenhaus von Gatlin, daß damals anno 1984 gerade mal eine Kirche und ein Diner hatte.
Warum dem Kerlchen, dessen Darsteller John Franklin schon beträchtlich in die Jahre gekommen ist, nicht die Stecker gezogen werden, enthüllt der Streifen nicht, aber das tut er sowieso in keiner Phase.

Was storytechnisch uns irgendwie noch überraschen könnte, verrät der Film jedoch schon nach 2 Minuten, wenn Hannah einen schrägen Priester mitnimmt, der den Clou (ja, man ahnt richtig: hier geht's um eine künftige Schwängerung) sofort verrät. Trotzdem stapft der Film die restlichen, äußerst langen 80 Minuten durch eine Mischung aus wirren Andeutungen, seltsamen Bildern, unbrauchbaren Visionen und halbgaren Verkündigungen, die zu nichts führen.

Offensichtlich als Auserwählte auserwählt, muß Hannah jedoch selbst zu ihrer Bestimmung finden, weswegen ihr weder die Sektenmitglieder noch ihre Gegenspieler irgendwas Brauchbares verraten. Paul Popovich hüpft als Strahlemax Gabriel mit ihr ins Heu, pardon in den Mais; Stacy Keach hustet sich allerlei böse Erinnerungen und Karen Allen entpuppt sich als Hannahs echte Mutti, hilft aber weder ihr noch sich noch was weiß ich. Ergo wird hier ständig was gesucht, wenn nicht mal jemand entführt wird oder Isaak vagen Maiskram (nicht zu verwechseln Scheißkram, wenn auch sehr ähnlich) vor sich hin salbadert. Extra nervig auch ein weggeknallter Klinikinsasse, der ständig aus seiner Zelle abhaut, weil alle vermutlich den Schlüssel verloren haben und deswegen permanent heulend Warnung blubbert.

Brutales spart der Film weitestgehend aus, es gibt zwar ein paar Tote, aber die kommen so spät, daß der sonstige Look des Films schon jedes Interesse abgetötet hat. Da wird öfters mal mit der Handkamera draufgehalten, weils so schön wackelt; das Krankenhaus ist eine staubige Gruft im dekorativen Halbdunkel und draußen scheinen Filter dafür gesorgt zu haben, daß ständig Sonnenuntergang ist.

Auf den letzten dreißig Filmmetern soll's dann noch eine Überraschung geben, aber die ist so toll auch nicht mehr und wir enden genau dort, wo der Priester am Anfang gesagt hat, was natürlich ideale Bedingungen für einen siebten Teil sind, den nun wirklich niemand interessieren sollte, falls das Blut da nicht wenigstens literweise spritzt. (2/10)

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