Review

Gesamtreview

Ein Anime mit einem schwarzen Samurai samt Afro Look als Protagonist, dazu das Setting des alten Japan mit riesigen Tempeln und heiligen Bergen, die im krassen Gegensatz zur technischen Entwicklung stehen: Moderne Bazookas, Handys und sogar Cyborg-Samurais lassen sich hier wiederfinden. Außerdem haben Stars wie z.B. Samuel L. Jackson oder Kelly Hu den Charakteren ihre Stimmen geliehen. Und zu alldem gesellt sich dann noch der geniale Soundtrack von Wu-Tang Mastermind "The RZA" himself.

Als ich von dieser Produktion zwischen den USA und japanischen Anime-Regisseuren hörte bin ich hellhörig geworden und habe brav abgewartet, bis alle, insgesamt 5 Episoden, im Internet ausgestrahlt wurden, womit wir auch schon bei meinem 1. und einzigen Kritikpunkt dieser Serie angelangt wären. Mit nur 5 Episoden ist die Story meiner Meinung nach etwas zu kurz geraten und neu ist sie auch nicht unbedingt. Man merkt "Afro Samurai" an, dass die Geschichte teilweise sehr abgehackt wirkt, da man versucht viele Seitenstränge einzubinden. die aber dann aufgrund der kurzen Spielzeit (ca. 20 Min pro Episode) nicht voll ausgebaut werden können, was sehr sehr schade ist, da die Charaktere und ihre Geschichte sehr interessant und cool sind.

Mit Rückblenden wird versucht die Story ein wenig intensiver zu gestalten, was ich sehr gut fand. Aber der klarste Pluspunkt, den "Afro Samurai" zu bieten hat ist die geniale, düstere Atmosphäre und Optik, die zum Einen durch den etwas wortkargen Helden, zum Anderen durch den chilligen, völlig passenden Hip Hop Soundtrack untermalt wird. Auch die Schauplätze, wie z.B. die lange Brücke vor dem Tempel oder der Kampf auf dem Berg inmitten eines Schneeszenarios sind perfekt umgesetzt und lassen Fans des Genres die Herzen höher schlagen.
Zudem werden auch die Gore-Liebhaber ihre wahre Freude haben, denn an Blut und Gewalt wird hier nicht gegeizt, weswegen der Streifen auch nix für Kiddis ist.

Fazit: Alles in allem ein genialer Anime, den ich jedem Otaku wärmstens empfehlen kann. Allein schon wegen dem klasse Soundtrack und dieser doch ungewöhnlich neuen Idee einen schwarzen Afro Samurai als Helden in einer abstrakten Welt zu zeichnen lohnt es sich einen Blick reinzuwerfen. Da nimmt man auch gerne eine abgehackte Story in Kauf. Man könnte in dem Fall zutreffend sagen: In der Kürze liegt die Würze!

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