Review

Gesamtbesprechung

Afro Samurai, in Deutschland leider noch nicht erschienen, ist eine extrem coole und düstere Homage an alte Kung fu Filme. Auch wenn der etwas eigene Zeichenstil der Figuren nicht jedermans Sache ist hat die Miniserie doch viele schöne Bilder zu bieten.

Zur Story: Afro Samurai muss als Kind zusehen, wie ein Kämpfer namens Justice seinen Vater tötet, da er ein Kopfband besitzt, das ihn zu Number One, den besten Kämpfer überhaupt macht. Nur wer das Number Two Band besitzt darf die Nummer Eins herausfordern.
Afro schwört Rache, doch als er mit seiner Ausbildung fertig ist muss er erst das Number Two Band finden, welches unerwartet eine Person ganz in seiner Nähe besitzt.
Afro macht sich nun auf die Suche nach Justice und durchquert eine düstere Welt, die zwar einen mittelalterlichen Eindruck macht, in der es aber moderne Technologien wie Handys und Raketenwerfer gibt.
Allein, nur mit seinem ständig quasselndem Begleiter Ninja Ninja bekommt er es mit Kopfgeldjägern, Dieben, dem Clan der "Empty Seven" und (wie sollte es auch anders sein) einer hübschen Frau zu tun.

Die Story ist sehr interessant, da es viele Überraschungen gibt und viele verschieden Charaktere auftauchen. Action gibt es reichlich, denn wenn Afro mal sein Schwert zieht dann bleibt außer ihm niemand mehr stehen.
Auch wenn die Serie mit ihren fünf Folgen, die zusammen gerade mal 125min gehen, viel zu kurz ist.
Schon der geniale Titelrap von RZA, der schon in "Ghost Dog" eine Vorliebe für das Samuraigenre gezeigt hat, ist ein Ohrwurm.
Auch sonst ist die Musik sehr hiphoplastig und sehr gut.
Die Folgen sind teilweiße recht brutal und erinnern an die Zeichentricksequenz von Kill Bill.
Samuel L. Jackson der in der englischen Fassung Afro und Ninja Ninja spricht klingt wie gewohnt cool und ist eigentlich der Traumsprecher für diese Rolle. Auch die anderen VIPs Ron Perlman (Justice) und Kelly Hu sind spitze, kommen aber leider nur relativ kurz vor.

Alles in allem ist die Serie Pflicht für jeden der ein wenig mit Anime, alten Kung fu Filmen und Hip Hop anfangen kann. Nicht nur durch die Rachethematik lässt er sich gut mit Kill Bill vergleichen. Afro ist ein einsamer Krieger, der von seinem Fleisch gewordenen Fluch begleitet wird, der Einsamkeit und auf seinem Weg gegen eine Armee von Gegnern antreten muss.

8/10 Punkte

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