Inhalt: Es gibt keine lange Einleitung sondern es geht direkt zur Sache. Mr. Smith (Clive Owen) will eine hochschwangere Frau retten, die von Killern verfolgt wird. Er kann nur ihr Baby retten und muss sich von nun an mit einer ganzen Schar von Auftragskillern rumschlagen, die es alle auf das Baby abgesehen haben. Mit einer Prostituierten als einzige Verbündete will er das Baby beschützen.
Am Anfang ist zu raten: Guckt diesen Film nicht mit eurer Freundin/Frau. Auch wenn ich es nicht gerne sage aber dieser Film ist wenn überhaupt etwas für Männer. Frauen oder Männer die sich gerne realistische Filme ansehen werden von diesem Film wenig begeistert sein. Wer aber Action Filme ansieht und sich dabei von der ein oder anderen (oder auch etwas mehr) Logiklücke nicht den Spaß verderben lässt, der kann bei diesem Film abschalten und ablachen!
An welchen Filmen sich hier orientiert wird ist klar. Niemand der John Woo's Filme kennt wird hier eine gewisse Ähnlichkeit abstreiten. Hier wird gesprungen, gerutscht, gerollt was das Zeug hält...aber natürlich wird dabei immer reichlich geschossen. Mancher "Move" ist sogar direkt aus Filmen wie "A Better Tomorrow" oder "The Killer" übernommen.
Durch die Story selbst kommt wenig bis keine Spannung auf. Aber bei diesem Film geht es doch eher darum, dass viel geschossen und getötet wird, um sich auch mit dem Bodycount an die chinesischen Vorbilder zu halten.
In diesem Film sind wirklich alle Klischees vertreten und werden auch reichlich überspitzt dargestellt, was dem ganzen doch den Hauch einer Parodie gibt (Weswegen man den Film sogar mit "Last Action Hero" vergleichen kann, in dem ja auch alle Action Film Klischees aufs Korn genommen werden). Wenn man es nicht so übertrieben hätte, würde womöglich noch jemand auf die Idee gekommen diesen Film ernst zu nehmen und das würde wirklich jeden Spaß am Film nehmen.
Die Charaktere sind natürlich Stereotypen: Der geheimnisvolle Hauptdarsteller der immer die Kontrolle behält, die Prostituierte die ihre Muttergefühle entdeckt, der böse Gegenspieler (klein und machtbesessen) und zuletzt der Politiker der in die ganze Geschichte irgendwie verwickelt ist und dabei so gut wie möglich wegkommen will. Wer also gerne gut durchdachte Charaktere sieht wird hier enttäuscht.
Ein großer Pluspunkt für den Film ist der Soundtrack. Hier werden Rock-/Metalklassiker en masse aufgefahren, die zu den Ballerorgien sehr gut passen. Hier sind zum Beispiel Motörhead (Ace of Spades), AC/DC (If You Want Blood) und Mötley Crüe (Kickstart my Heart) zu hören. Was mir persönlich die ein oder andere Szene ganz besonders versüßt hat! Wer also gerne Rock hört wird hier auf seine Kosten kommen.
Fazit: Nicht ganz so gut choreographiert wie "A Better Tomorrow", aber doch sehr durchstilisiert, was dem Film eine nette Optik verleiht. Die Schauspieler spielen ihre Klischeecharaktere weder schlecht, noch besonders gut, wobei Clive Owen als Mr. Smith doch schon verdammt cool ist.
Wer also eine ca. 90 minütige Ballerorgie mit teils lächerlichen (gewollt oder nicht-gewollt sei nun mal dahingestellt) Handlungen, ohne Ausraster wegen fehlender Logik übersteht, der kann bei diesem Film wirklich mal ablachen.
Als Mann: 7 Punkte
Als Filmliebhaber: 6 Punkte