Eines vorneweg: Wäre ich ein Hollywood-Boss und mir würde ein Freak einen 15-minütigen Zeichentrickfilm vorsetzen, in dem nichts anderes passiert als das herumgeballert wird auf jede erdenkliche Art und Weise, ohne Sinn und Verstand, zu Lande und in der Luft, keine Story, kein gar nichts, einfach nur dämliche Action, so würde er von mir keine Kohle für einen Film bekommen.
Doch genau dies konnte der Regisseur dieses Machwerks von New Line Cinema für sein Zeichentrickfilmchen erwirken.
Um dann noch Monica Bellucci, Cliwe Owen und Paul Giamatti für die drei Hauptrollen zu casten.
Schließlich fing er an, seine Ballerorgie zu filmen, nie ganz ernst gemeint, immer mit einem dummen Spruch auf den Lippen. Fast sterben mehr Menschen durch eine Karotte als durch Kugeln.
Ach ja, um die Action herum wurde auch noch eine gewollt hirnrissige Verschwörungsstory verbaut und alles hätte so schön trashig kultig werden können.
Woran scheitert es?
Hier mal ein paar Vorschläge:
1. Nettospielzeit: ca. 75 Minuten, also dass da nicht wirklich viel dahinter stecken kann, würde nicht erst einem einstein auffallen.
2. Monica Bellucci wirkz derart abgehalftert und unsexy, dass die glatzköpfige hohl aus der Wäsche lächelnde Brittney Spiehss dagegen eine Bereicherung einer Nuttenkarikatur hätte sein können
3. Die Altersfreigabe von 18 Jahren ist ein Witz: Das ist ein Film für pubertierende Jungs, die noch immer gerne Tom und Jerry und Bugs Bunny gucken. Der Film ist so übertrieben, dass hier ab 16 locker gereicht hätte.
4. Im prinzip ist das ein Ego-Shooter ohne Vorbild, das was Hitman hätte sein können. Würde der Film hier Hitman heißen, hätte er locker 100 Mio US-Dollar und mehr eingespielt.
5. Der Soundtrack: In Ballerfilmen hoher Güte gehört auch eine gute Musik, die immer mal gut aufpeitscht, es muß ja nicht gleich Morricone sein, aber es darf ruhig mal in jene Richtung gehen, und nicht einfach so blöde Death Metall Scheiße.
6. Clive Owen ist kein Jason Statham, und das ist nicht Crank, sprich
7. Shoot 'em up ist nicht konsequent genug, bleibt immer vorhersehbar und verläuft nach einem Schema, das man zur Genüge kennt, lediglich die Shootouts sind gut.
Sie sind wirklich gut.
8. 15 minuten zeichentrick-action macht keinen guten film aus.
sorry, aber so ist es nun mal.
Dennoch für den Anfang ist Shoot em Up eine gute Fingerübung für einen Regisseur, der hoffentlich bald mal guten Stoff in die Hände bekommt, denn seine Action-Inszenierung ist tatsächlich locker und cool und nicht extrem bemüht, eben schon ein bißchen Bugs Bunny (und da reichen ja in der regel 8 minuten schon aus!!)
5 Punkte