Review

Waffen, derbe Witze und ordentliche Schauspieler, da sollte doch etwas Gutes bei rausspringen. Denkste.

Was "Shoote 'em up" bietet ist mit dem Wort sinnlos noch leicht untertrieben. Es kann auch nicht als Voraussetzung gelten, dass man viel "Story" bei einem Film von gerade mal 86min Länge erwarten kann oder charakterlichen Tiefgang. Dennoch möchte "Shoot 'em up" auf dem Level von Crank oder Smokin Aces spielen, was er aber in keinster Weise bietet oder zu leisten im Stande ist.

Der Zuschauer wird gleich zu Anfang in die vermeindliche Story hineingeschmisse. Das ist ja nichts Neues und heutzutage ein gängiges Mittel, aus dem Filme produziert sind. Es kommt einem allerdings vor, als ob hier mächtig bei Kill Bill I von Quentin Tarrantino geklaut wurde. Nicht nur das Outfit der blonden Frau, auch ihr Aussehen und das Attribut der Schwangerschaft, lassen einem sofort die Szenen aus Kill Bill I in den Kopf schießen. Hier wird billiger Filmklau betrieben, der sich im Folgenden mit einer solch abstrusen Story erklärt, dass der Zuschauer nur kopfschütteln dasitzen und sich fragen muss, "worauf habe ich eigentlich gewartet?"

Was sich bei Crank und Smokin Aces als wirklich gelungene Dialogstory auszeichnet, geht einem bei Shoot Em up spätestens nach 7min des Films auf den Geist. Die Dialoge sind dermaßen schlecht und auch die derben Witze sind so fehlplatziert und nicht originell, dass man am besten den Ton ausschalten möchte. Einzig und allein die obligatorische Karotte des Helden trägt zu einer echten Erheiterung bei.

Obwohl Clive Owen wirklich ambitioniert spielt, geht sein schauspielerisches Potenzial völlig unter und er kann sich eigentlich nur mit seinem markanten Hang zur drastischen Gewalt auszeichnen. Dies widerum ist sicherlich der Pluspunkt des Films. Bei aller Kritik, so muss man attestieren, dass die Schießereien, Verfolgungsjagden und Actionszenen durchaus sehr gelungen in Szene gesetzt sind. Vor allem die Ballerei in der Fa. Hammerson ist ein echter Hochgenuss für Freunde des Bleisiebens.

Was dem Film auch etwas derben Humor anlastet ist, dass ein Baby bei Hardcore DeathMetal ruhig schlafen kann und auch gerne mal in eine Zeitung sein Unrat verrichtet. Der Kleine hat mir echt leid getan *gg*. Jedoch ist den Machern auch in diesem Punkt durchaus Originalität zuzuschreiben, da ein Baby auf einem Karussel selten von Kugeln zum Drehen gebracht wurde.

Fazit: Shoot Em up ist im Vergleich zu Crank ein echter Reinfall und auch von der Genialität der Handlung kann er Smokin Aces in keinster Weise das Wasser reichen. Der Film hat allerdings durch seine recht ansehnlichen und gut in Szene gesetzten Schießereien sicherlich ein ordentliches Plus verdient. Daher 3,5/10.

Details
Ähnliche Filme