Review

Bride of Re - Animator of the dead...of the human walking, bloodsucking dead

In einer privaten Klinik treffen eines Abends eine blutverschmierte und verblutende Frau mit ihrem Mann und Mutter ein, um daraufhin durch eine Bluttranspiration durch ihren Mann gerettet zu werden. Kurz darauf ist der Mann tot und der etwas seltsam wirkende Arzt und sein etwas zurückgebliebener, kräftiger Assisent verabreichen ihm ein Serum, nachdem sie ihm den Bauch aufgeschnitten haben.

Wohin die Reise in diesem Film geht und durch wen er inspiriert wurde zeigen uns bereits die ersten 10 Minuten des Filmes. Da entdecken wir die altbekannte Mad Scientist Geschichte und seinen hühnenhaften aber etwas einfältigen Assistenten, die zusammen den Tod überlisten wollen und eine neue Rasse Mensch entwerfen wollen.

Das erinnert an alte Frankenstein und in Verbindung mit diesem Titel und dem dazupassenden Serum grösstenteils an die glorreichen Re-Animator Filme. Also alles altbekannter Stoff, der uns hier präsentiert wird. Kein Grund also etwas innovatives zu erwarten. Da werden dann noch etliche Schemata aus Bride of Re-Animator eingeworfen, als wir erfahren, was mit Mutter und Tochter des Arztes passierte als sie in den ersten Filmminuten von einem Auto erfasst wurden.

Ein dicker etwas grenzdebiler Mann auf der Suche nach dem perfekten Serum um seine liebende Frau und Kind am Leben zu erhalten. Und da er wie üblich, noch immer nicht das Serum entdeckt hat, dass seine Toten nicht zu Fleischgierigen Zombies macht, muss er sie in Kellergewölben und geheimen Räumen lagern. Die nebenherlaufende Liebesstory um den Prakitikanten und seine schwangere Frau, bietet den typischen Stoff für Horrorfilme mit Hollywoodhang und wie üblich muss dann das Ende mit Kitsch und Drama herhalten, als der vermeintliche Held, der Praktikant das Zeitliche segnet, obwohl er im kompletten Film den Vernünftigen mimte.

Das lässt wiedermals Paralellen zu den Re-Animator Filmen aufweisen. Der irre Wissenschaftler, der hörige aber skeptische Assistent, in diesem Falle Praktikant und Enkel im Konflikt mit dessen schwangeren Freundin. Also, in diesem mag das zwar schöne Erinnerungen hervorrufen, aber ein Film, der sich so nahtlos an diesen Aspekten bedient und durchklaut ist mehr als zweifelhaft und eigentlich eher belanglos bis unwichtig. Und trotzdem unterhält der Film durchgehend, zwar mehr solide als überzeugend aber zumindest begutachten wir hier zuhauf ekelhaften und zahlreichen Gore, vorallem schön zu sehen, dass in einem Film von 2006 auch noch leckere Metzgerware zum Vorschein kommt.

Also Splattertechnisch und in Sachen Quantität des Gore gibts hier nichts zu meckern, vorallem weil die Bluttranspirationsszene echt auf die substanzen gehen. Für einen Low-Budget Film dieser Art wirklich sehr überzeugend und realistisch dargestellt. Dazwischen, also zwischen all den Schmoddereien und blutspuckenden Toten, sehen wir eine Story, die irgendwo anfangt, aber bloss vor sich hersprudelt und keinen wirklichen Höhepunkt erreicht. Wie gewohnt gerät die Situation aus den Fugen, die Zombies marschiern auf und alles endet in einem blutigen Finale, bis zu einem etwas überzeugendem aber doch eher bedeutungslosen Plottwist.

Insgesamt ein solides Unterfangen, optisch reiht sich dieser Film in die mittlere Independentecke ein, schön zu sehen aber, wie man diese Manko mit blau und grün eingefärbten  Bildern zu übertünchen versuchte, wie wir es ebenfalls zum Beispiel auch aus The Dead Pit kennen, der mit ähnlichen Atmosphäreschaffenden Mitteln spielte. Und der Vergleich zu eben genannten Film, ist ein weiterer bedeutender Vergleich, so ist die Hauptlocation in Night of the Dead eben ein weitläufiger Krankenhaustrakt. Aufgrund der beschränkten Location bietet sich bald allerlei beklemmende Atmosphäre, insgesamt kriegt man schon am Anfang das Gefühl, das in diesem Krankenhaus wenig richtig läuft. Der Film macht vieles richtig, aber eben auch vieles falsch, vorallem, das er das Rad nicht neu erfindet sondern ihm immer mehr die Luft nimmt.

Fazit:
Ein bedeutungsloser aber solide unterhaltender Film, der zwar nirgends langweilt, aber alte Geschichten wieder aufwärmt und mit reichlich Gore unterhalten kann. Für geneigte Allesgucker, vorallem was Zombiefreunde angeht trotzdem Pflicht, ein etwas besseres Beispiel für die neue Zombiewelle ist Night of the Dead ohnehin.

Solider B-Independent-Horror mit massig rotem Lebenssaft, wenig Innovation, teilweise overactenden Zombies und vielen Paralellen zu altbekannten Vorbildern.

61%

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