Review

Der ultimative Italo-Billo-Endzeitler?!


Nachdem mir letztes Jahr „2019: After the Fall of NY“ sehr gemundet hat, war dieses Jahr Joe D'Amatos „2020: Texas Gladiators“ dran, der mich auch alles andere als enttäuscht hat. Im Grunde liefert der Film alles, was die Schwarzmaler vor ein paar Monaten wirklich noch von diesem verseuchten Jahr erwartet hatten:

+ vergewaltigte Nonnen
+ italienische Kiesgruben
+ Darth Vader für Arme
+ Swingerclubs
+ der letzte Überlebende SS-Soldat mit der lustigsten Lache der Welt 
+ gesunder Abstand
+ Pfeil und Bogen
+ Cowboys und Indianer
+ Retromanie
+ einen hohen Bodycount
+ strahlend-heiße Sonne 
+ missgebildete Menschen 
+ eingeölte Hünen
+ nackte Schönheiten 
+ Motorcrossbikes
+ eine wirre Geschichte, bei der keiner mehr weiß, wo oben oder unten ist 
+ Helden, die jederzeit sterben können 
+ das Arbeitervolk, das sich gegen seine Unterdrücker auflehnt 
+ die Rückkehr der Village People
+ ein UPS-Truck mitten in der Postapokalypse
+ der Weltuntergang... und alles danach 
+ schlechte Synchros
+ fliegende Beile
+ Hipster-Bärte
+ Kühe im Hintergrund 
+ grandiose One-Liner - die gerne mitten im Satz auch mal abgeschnitten werden 
+ George Eastman als Co-Regisseur
+ ein Mad Max, der sich in seinem sandigen Grab umdreht 
+ brütende Hitze 
+ Pandemien und Frustration 
+ Isolation und Aufopferung 
+ (keine) Langeweile 
+ Henning Baum... äh Al Cliver, sorry 
+ Gesichtsbemalung
+ Ninjas!!!?
+ Dreck und Improvisation 
+ keine verlässliche Presse mehr 
+ drastisch gefallene Öl- und Benzinpreise
+ Schutzmasken und (witzige) Schilder
+ schiesswütige Amerikaner 
+ Republikaner an der Macht
+ Demos im ganzen Land
+ ein geteiltes Amerika
+ eine Welt am Abgrund 
+ Polizeigewalt
+ Krawall und Remmidemmi 
+ Augenklappen, Uniformen, Munitionsgürtel
+ Sleaze und Schrott
+ ein einfach nur geiler Score (komplett ernst gemeint!) 
+ zu wenig Gore! 
+ vorschnelle Entscheidungen 
+ Barfights
+ viele Vegetarier (gezwungenermaßen) 
+ Hass, Gewalt, Vorurteile
+ ein „Deer Hunter“-Rip-Off
+ ein Happy End

Fazit: der alte Joe... mit „2020: Texas Gladiators“ hat er mal wieder einen rausgehauen. Man o man! Eine postapokalyptische Collage des Wahnsinns und des Sparsinns. Das perfekte Double Feature mit seinem „Endgame“, der im gleichen Jahr erschien. Wirr, waghalsig, witzig. Respekt! 

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