Chucky, die lebendig gewordene "Good Guy"-Puppe wird liebevoll rekonstruiert bis zur beseelten Auferstehung des Killers Charles Lee Ray in dem verhassten Gummikörper. Aktionsfreudig sucht der also erneut den Kontakt zu dem kleinen Andy, der sich mittlerweile bei einer Adoptivfamilie befindet, wer solch mörderisches Spielzeug sein eigen nennt, verschleißt so manchen Erziehungsberechtigten. Für den Zuschauer sorgt die Puppenreinkarnation für einige spaßige Momente, was Chuckys Böse-Buben-Sprüche angeht, die jeweils folgenden Morde sind dann jedoch kaum schockierend. Gute Ideen hat der Kleine im Ansatz schon, überzeugender sind dagegen doch eher die SFX der animierten Puppe, explizite Goreszenen, wie in späteren Teilen gibt es noch nicht allzu deutlich. Von der dünnen Rahmenhandlung sollte man sich auch nichts Innovatives erwarten, viel familiäres Geplänkel in einem Puppenslasher, in dem die Erwachsenen eigentlich nur Nebenrollen spielen, das Zepter reissen Andy und seine Adoptivschwester Kylie an sich, was dem kindlichen Puppenhorror dementsprechend nur zu passend steht. Als anspruchslose, mainstreamige Unterhaltung mag das noch ganz annehmbar sein, ansonsten ist "Chucky 2" das bislang neben "Chucky 3" schwächste Sequel, das außer etwas schwarzem Humor nicht viel zu bieten hat. Wenn auch viele Fans von sonst welchen überdurchschnittlichen Qualitäten schwärmen mögen, weder die Story, noch die B-Mimen, noch der Spannungsbogen, noch die Atmosphäre, noch die Inszenierung der Morde sind für nicht ausgemachte Fans der kleinen Killerpuppe irgendwie besonders ansprechend. Regisseur John Lafia ("Freddy's Nightmares") sollte vielleicht doch besser bekannte Horrorfilme zu Serien verwursten, statt sich an Sequels derer zu versuchen.
Fazit: Kein herausragender, doch annehmbarer Puppenslasher. Solide Fortsetzung für das Kind im Horrorfan. Mehr nicht. 5/10 Punkten