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6

Das ist ein freches HOSTEL-Plagiat, das, obwohl es sich nicht undbedingt im Blutmatsch suhlt, eigentlich nur noch sadistische Gewaltphantasien bedient. Mit Erklärungen und Hintergründen gibt man sich gar nicht mehr ab. Eine Story ist fast nicht existent. Und selbstverständlich ist die zynische Nummer im dreckigen, erdigen Grünbraun gehalten, weil wir ja noch nicht genug Machwerke in dieser Farbgebung bewundern durften. Dass die Entführten teils selber zum Foltern gezwungen werden, ist wirklich mal was Neues. Die Grenzen zw. Tätern und Opfern verschwimmen also - besonders wenn eine ehemals an einen Stuhl gegurtete Dame Gefallen an ihrer neuen Rolle als Verstümmlerin gefunden hat und als laszive Latex-Domina den gierigen Zuschauern eine große Show bietet. Der psychologische Aspekt dahinter tendiert dennoch gegen Null. Das lange Gekrieche durchs Holzlabyrinth entpuppt sich als Highlight - wie aus einem besseren Film.

8

Sportkill erfindet sicherlich nichts Neues, dennoch ist es ein sehr unterhaltsamer Film für Freunde des derberen Torture-, Revenche- oder Exploitationkinos! Es lassen sich Paralellen zu Filmen wie SAW, Hostel, aber auch Insel der Verdammten oder Texas Chainsaw Massacre ziehen. Hier geht es schließlich um eines: Selbstzweckhaftes Darstellen menschlicher Grausamkeit und bedingungsloses Foltern armer Opfer durch die, die es sich leisten können. Dadurch entsteht auch schon fast eine archaisch geprägte und historisch bedingte Gesellschaftskritik, denn wer reich ist, kann tun und lassen, was er will! Dies suggeriert zumindest dieser Film. Betrachtet man den Hintergrund der Gladiatorenkämpfe längst vergangener Tage wird dieser Film zu einer logischen Konsequenz aktueller Gesellschaftszustände. Ich empfand ihn daher nicht als SAW- oder Hostel-Spin Off, wie ihm oft unterstellt wird, sondern als Werk des modernen Horrorfilms, als Produkt seiner Zeit!

3

Zum Inhalt; In geheimen Katakomben unter dem Wüstensand betreibt eine verschworene Gesellschaft reicher Snobs ein privates Folterlager, in dem entführte Menschen kleinbürgerlicher Herkunft gezwungen werden, einander wechselseitig zum Amüsement der um die Wette bietender Zuschauer auf möglichst brutale Weise zu Tode zu bringen. Das neuste Opfer ist die junge Bestattungsunternehmerin Rachel. Die aber bricht alle Regeln, tötet Zuschauer genauso wie Wächter und avanciert prompt zum Star des Unternehmens. Würde diesen Film mit - Dämlicher Film, der Movies wie Saw in Sachen derber Splatter noch übertreffen möchte - bewerten, aber dank der Fsk bleibt nur mehr "dämlicher Film" übrig.  B-Movie mit zweitklassiger Besetzung, schlechter Synchronisation und dümmlichen Dialogen - ob die Effekte gut sind, weiss man dank Zensur nicht.

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