Flawless ezählt im wesentlichen die Geschichte einer durch ihren Beruf in einer Diamantengesellschaft gefrusteten Frau. Da sie dort der einzig weibliche Part in der Führungsetage ist, wir reden über die 60er, und bei Beförderungen stets übergangen wird, ergeht sie sich in Phantasien, wie sie von ihrer Arbeit mal einige Gratisproben in Form von Rohdiamanten mit nach Hause nehmen kann. Diese Gelegenheit bietet sich als der alternde Hausmeister ihr einen Vorschlag macht diese Phantasien in die Realität umzusetzen und eine gehörige Menge der kristallin hexagonalen Kohlenstoffmodifikationen bei einem cleveren Raubzug zu erbeuten.
Die Story spielt sich wie Oceans Eleven nur in klein, die Herangehensweise ist dabei eher ruhig und bedächtig und erzählt sich als Rückblendenfilm, denn zunächst wir Quinn alias Demi Moore im netten old Age Make-up in heutiger Zeit in einem Interview und von dort aus erzählt sie die Geschichte ihrer Jugend. Unglücklicherweise entschloß sich Regisseur Michael Radford noch einen frauenrechtlerischeren Touch einzubauen und mit einigem anderen überflüssigen Tam Tam kommen da und dort doch einige Längen auf die von dem eigentlich sehr interessanten Hauptflm unnötig ablenken. Denn ab der Halbzeitmarke entwickelt sich ein netter Twist, indem der alte Hausmeister mit den Diamanten seine eigenen Pläne hat und Quinn jetzt erstmal herausfinden muß, wie dieser den Raubzug eigentlich genau durchgezogen hat und die zwei Tonnen Frauenfreuden aus dem Tresor schmuggeln konnte.
Mir hätte es zwar besser gefallen, wenn der Film hierauf mehr Konzentration angewandt hätte, die Schachzüge werden zwar im Finale aufgelöst aber mehr so im vorbeigehen. So bleibt ein insgesamt sehr ruhiger Thriller mit einigen Schwächen, dafür zwei klasse aufgelegten Hauptdarstellern Demi Moore und Michael Caine. Kamera und Sets sehen ebenfalls sehr gut aus, so daß Flawless visuell sehr ansprechend ist, aber dennoch einige Schwachstellen aufweist.7/10