Nach Monsters Ball und Finding Neverland erneut ein wunderbarer Film von Marc Forster. Er erweist sich als grosser, talentierter Geschichtenerzähler.
Diesmal verschlägt es uns nach Afghanistan, wo er uns eine herzzerreissende Story um Freundschaft und Entfremdung schildert.
Im Mittelpunkt stehen die zwei Burschen Hassan und Amir die anfangs unzertrennliche Freunde sind. Als sie jedoch getrennt werden flieht Amir nach Amerika. Als er nach 20 Jahren in seine Heimat zurückkehrt, wird er mit der harten Realität konfrontiert: Sein Freund ist tot und nichts erinnert mehr an die damalige Zeit, als sie zusammen Drachen steigen liessen.
Genau dieser Bruch macht auch einen Teil der Faszination des Filmes aus. Getragen von wunderschönen Landschaftsaufnahmen und der detailgenauen Schilderung des Kabul der 70er Jahre bis zur Gegenwart ist der Film auch eine ergreifende Zeitreise geworden.
Am Ende erweist sich das Drachensteigen als Symbol für Freundschaft und Liebe.
Ein sehenswerter Film 8/10