"Bruce Lee - er schlägt mit dem Fuß schneller zum Kopf als ein Mensch mit dem Auge zwinkern kann. Jackie Chan - mit halsbrecherischer Akrobatik besiegt er seine Gegner. Jimmy Wang Yu - sein Samurai Schwert durchtrennt ganze Gliedmaßen mit einem Hieb. Die größten Stars der Martial Arts, die weltbesten Kämpfer, fighten um ihr Leben. Uns sie alle schwören nur eines: Rache. Wie schnell war Bruce Lee wirklich? War er wirklich der beste Kämpfer?"
Toby Russell scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, den fernöstlichen Kampfsport in Europa einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Neben den beiden Top Fighter Zusammenfassungen und dem Eastern Heroes Magazin beschäftigt sich auch Cinema of Vengeance um die Dokumentation der asiatischen Martial Arts Artisten und die vielfältige Geschichte ihrer Filme. Der Streifzug geht von den ganz alten Schwertklopfern der Nachkriegszeit, bis zu John Woo, selbstverständlich mit den obligatorischen Abstechern zu Bruce Lee, Jackie Chan und Cynthia Rothrock.
Während Lee nur mit alten Footage Interviews glänzen kann (ok, wo sollen auch neue herkommen), fällt bei Chan auf das wirklich nur Schnipsel aus den ganz alten Kloppern genommen wurden, die man wohl rechtefrei verwenden darf mittlerweile. Russell zieht dabei auch viele Vergleiche zwischen der Asia und USA spezifischen Art sich mit Ninjas und Kung Fu auseinander zu setzen und die prinzipiell grundverschiedene Herangehensweise. Man wird nie in die Verlegenheit kommen die Cannon Ninja Streifen oder etwa die Todeskralle Filme nicht auf den ersten Blick sicher ihrem Ursprungsland zuordnen zu können.
Zusätzlich gibts noch haufenweise größtenteils ältere Filmschnipsel geboten, aber auch Choriphäen wie Sammo Hung, Don "the Dragon" Wilson, Rothrock oder sogar Menahem Golan geben in ihren Interviews einiges an Einblicken in ihre Arbeiten. Wer auf so eine Art Doku steht, die sich mit etwas wahllosen Actionschnipseln und vielen bekannten Gesichtern als Gesprächspartner beschäftigt, ist hier 90 Minuten gut bedient. Leider gibt es das in Deutschland noch nicht auf DVD, so daß man auf das alte Videotape oder eine fremdsprachige Silberscheibe zurückgreifen muß. Recht interessante Sache.
6/10