Review

The Fifth Commandment


Überdurchschnittlicher B-Actioner, der wenn man Budget bedenkt einen beachtlich hohen Anteil an Action vorzuweisen hat. Die zweckdienliche Geschichte um zwei Adoptivbrüder, deren Vater ein Killer ist und einen -Chance Templeton (Rick Yune)- der beiden ausbildet um ihn zu seinem Nachfolger zu machen, wird kurz und ohne lange Einführung erzählt. Ihre Wege trennen sich frühzeitig, aber nur befristet. Jahre später sorgt ein Auftrag dafür das die beiden wieder zusammen treffen.

Klassisches Feuerwerk, aus Machotypen, Racheelementen und jeder Menge Bad Guys, welche als Kanonenfutter taugen und dezimiert werden müssen. Im Prinzip wird alles geboten um dem Genre gerecht zu werden, soll heißen blutige Shootouts, Martial Arts und Pyroexplosionen. Eine Polizeistation wird dem Erdboden gleich gemacht und stellt dahin gehend auch ein Highlight des Filmes dar.

Man kann der Produktion sogar eine gewisse Eleganz andichten, da die Bilder stellenweise stilistisch schön fotografiert wurden (vor allem in vielen eher ruhigeren Szenen). Der Cast ist auch nicht übel, denn es sind etliche bekannte Gesichter vertreten. Rick Yune (auch für das Drehbuch verantwortlich und bekannt aus Bond – Stirb an einem anderen Tag oder The Fast and the Furious) ist zwar nicht so der tolle Darsteller, aber kann durch physischen Einsatz einiges wieder wett machen. Keith David als Jazzman / Coolbreeze hingegen reißt sämtliche Szenen an sich, bei denen er agiert. Charismatisch bleibt er im Gedächtnis und darf dann auch wunderbar cool abtreten. Bokeem Woodbine als Bruder ist natürlich der totale Kontrast im Film, doch hat er schauspielerisch einfach mehr Erfahrung, welche man ihm bei seiner Performance auch ansieht.

Schluss-, und Letztendlich kommt es aber doch nur auf die Action an und die ist überzeugend. Zwar könnte man im Detail manche Auflösung eines solchen Szenarios kritisieren (ein Killer namens Collateral (Roger Yuan) sammelt eine riesige Gruppe von Lakaien für einen tödlichen Angriff um sich, nur um es dann doch mehr oder weniger allein zu machen. Häh? Naja aber im gegebenen Rahmen sind solche Ungereimtheiten nichtig. Ebenso der von Hiphop durchtränkte Score, welcher thematisch unumgänglich war.

Jesse Johnson untermauert damit ein weiteres Mal seine Fähigkeit brauchbare Actionfilme zu realisieren, auch wenn Budget und Cast nicht immer optimal sind.

Fans des Genres werden mit Sicherheit zufrieden gestellt!!!

7/10

Details
Ähnliche Filme