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Vier Jahre nachdem ihre Mutter bei einer Explosion in einem Motel ums Leben kam, glaubt die junge Psychologin Katherine Roshak, ihr Geist würde sie heimsuchen. Sie beschließt, das Grab ihrer Mutter öffnen zu lassen. Das Fehlen der Leiche im Grab erweist sich der Gesundheit von Katherines Psyche als nicht gerade zuträglich, und so wird ihr der abgebrühte Cop Dominic Delaserra zur Seite gestellt, um der Sache auf den Grund zu gehen.

der Titel Almost dead dürfte sich auf den Zustand des Zuschauers nach dem Abspann beziehen, denn die vielen Minuten vorher wird dieser mit einem äußerst bräsigen Mysterythriller drangsaliert, bei dem vor allem gerade beide Hauptrollen völlig mißraten sind. Besonders schlimm erwischte es allerdings Miss Doherty, die ich ohnehin in meiner persönlichen worst actors Top 100 Liste führe, mit dem großen Pech eine der enervierendsten Hauptrollen aller Zeiten spielen zu müssen.
Katherine ist ja nominell die auslösende Figur der Geschichte, die aber dermaßen nervt, das sich der Film am Rande der Erträglichkeit bewegt. Jeder der nicht aufgrund ihrer abstrusen Ideen ihr Glauben schenkt und alles stehen und liegen läßt wird mit bösen Blicken beworfen oder mit patzigen Kommentare der Egomanen Zicke bedacht. Ihr Gegenpart Dominic ist aber auch nicht viel besser, sondern irgendwo zwischen blaß und hölzern angesiedelt. Da ist es nur Folgerichtig das die beiden als Liebespaar enden und meine zweitgrößte Hoffnung beim Schauen (neben dem einsetzen des Abspanns) war dann auch, das diese beiden Nulpen bitte kein Kind bekommen sollen.
Ein bißchen Mager-Mystery-Quark wird auch geboten, denn die Visionen erweisen sich als durchaus zutreffend. Mutter wurde tatsächlich ungebeten exhumiert, einige Personen sterben sogarund jeder fragt sich, ob nun Katherine einen an der Klatsche hat (Hat sie, definitiv, aber aus anderen Gründen) oder ob hier wirklich übernatürliches am Werk ist. Das am Ende aber höchst irdische Kräfte am Werk sind hat mich zwar überrascht, wird aber zu Beginn in der Barszene bereits angedeutet. Wenn der Dialog dabei nicht so bla gewesen wäre und man gesitig abgeschaltet hat, könnte man sogar ahnen worauf die Nummer hinausläuft.
Ich bin ja gern bereit auch mal schwächeren Thrillern zumindest den einen oder anderen positiven Punkt zuzugestehen, aber hier??? Die Story ist Quark, die Spannung kaum vorhanden, die Darsteller lahm und die Charaktere nervig bis schnarchig. Die 90 Minuten waren jedenfalls eine echte Prüfung.
2/10

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