Der geübte Griff geht ins Leere. Entsetzt stellt der erfolgsverwöhnte Werbetexter Steve fest, dass er sich zukünftig zum Pinkeln hinsetzen muss. Der Blick in den Spiegel gibt ihm den Rest. Er ist eine Frau - und was für eine! Langsam begreift er. Seine drei Geliebten hatten ihn als miesen Super-Macho beschimpft, ersäuft und erschossen. An der Himmelstür wurde er abgewiesen. Erst soll er in Frauengestalt beweisen, dass es ein weibliches Wesen gibt, das ihn wirklich geliebt hat. So stöckelt Steve als Frau mit einem tollen Körper, wohlgeformten Beinen und einem einzigartig sinnlich-schiefen Mund durchs neue Leben.
Es ist schon gemein, da lebt man gemütlich als Schwerenöter vor sich hin, wird dann hinterhältig von 3 Verflossenen erst ersäuft und dann erschossen, landet dann frisch verstorben im Fegefeuer und wird vor die Wahl gestellt. Zurück auf die Erde, liebt dich dort jemand, ab in den Himmel, wenn nicht läßt die Hölle grüßen und dann kommt auch noch der böse Teufel (leider zu wenig Screentime für Bruce Payne) auf die Idee, den Macho in einem Frauenkörper zurück zu schicken, um den Schwierigkeitslevel nochmal zu erhöhen.
Was folgt ist dann aber eher doch das übliche, was man so aus den zahlreichen Geschlechtertausch Komödien kennt. Drehbuch und Regie führte Blake Edwards den man ja noch gut aus den genialen Pink Panther Komödien mit Peter Sellers kennt und ein wenig enttäuscht es da doch, das er hier im Grunde lediglich Massenware vorlegt. Eigentlich hält sich der Film eher durch Ellen Barkins Mienenspiel über Wasser, als durch brillante Gags und Einfälle.
Klar sind da durchaus witzige Szenen dabei und man stellt sich ja selbst vor, was man als Zuschauer für ein dummes Gesicht machen würde, wenn man mit neuem Körper und Spiegelbild zurecht kommen muß und ganz neue Angewohnheiten im Bad annimmt. Dazu kommen noch Kumpels und Arbeitskollegen, die einen plötzlich anbaggern (da dürfte die Lesbe noch die angenehmste Erfahrung gewesen sein) und man natürlich auch die Identität wechseln muß, weshalb Steve sich plötzlich als seine Schwester Amanda ausgibt.
Die Gags wirken anfangs noch recht amüsant, wie das verzweifelte suchen nach dem eigenen Willie auf der Toilette direkt nach der Rückkehr, werden aber mit der Zeit irgendwie immer braver. Die Gesamtwertung ist noch knapp positiv, aber für eine Top Comedy reicht es nicht wirklich.
6/10